#4 Schülerbeförderung im Rheingau-Taunus-Kreis – besondere Aufgaben und Herausforderungen
Shownotes
„Der Bus kommt!“ – Bei keiner Fahrgastgruppe fällt dieser Satz so häufig am Tag wie bei dieser: den Schülerinnen und Schülern. In dieser Podcast-Folge spricht RTV-Geschäftsführer Arno Brandscheid mit Christina Schiller, Fachdienstleitung für Schulen, Sport, Ehrenamt im Rheingau-Taunus-Kreis und damit Expertin für Schülerbeförderung im Rheingau-Taunus. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die komplexen Herausforderungen bei der Schülerbeförderung und bei der sicheren und pünktlichen Ankunft der Kinder und Jugendlichen in der Schule.
Warum es sich dabei nicht nur um eine Verkehrs- sondern auch um eine Bildungsaufgabe handelt, wann und wie täglich 12.500 Schüler zu Grund- und weiterführenden Schulen gebracht und von dort wieder nach Hause befördert werden, welche Erwartungen von Seiten der Eltern und Schulen bestehen, wer eigentlich berechtigt ist, die Schülerkarte Hessen zu nutzen – um diese und weitere Fragen geht es in der neuen Episode. Ein zentrales Thema, denn in die Schülerbeförderung werden in der Region pro Jahr neun Millionen Euro investiert.
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Host: Arno Brandscheid, Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH https://www.r-t-v.de/wer-wir-sind/
Moderation: Birgit Eschbach https://www.linkedin.com/in/studiovenezia/?originalSubdomain=de
Dieser Podcast ist eine Produktion von STUDIO VENEZIA – the podcast company: https://www.studiovenezia.de/
Transkript anzeigen
00:00:02: Der Bus kommt, ganz sicher.
00:00:04: Und jetzt sogar zum Hören.
00:00:06: Hier ist der Podcast der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft.
00:00:10: Mit spannenden Einblicken, Hintergründen und Geschichten rund um ihren ÖPNV im Rheingau-Taunus-Kreis.
00:00:17: Der Bus kommt, die Mobilitätswende für die Ohren.
00:00:28: Für viele Familien beginnt der Schultag nicht im Klassenraum, sondern an der Haltestelle.
00:00:34: Eltern wollen vor allem eins, dass ihre Kinder sicher ... pünktlich und verlässlich zur Schule kommen und auch wieder nach Hause.
00:00:41: Um genau darüber sprechen, wie er heute hier im Podcast der Bus kommt.
00:00:46: Ich bin Birgit Eschbach und freue mich sehr, heute unseren Gastgeber und auch einen tollen Gast begrüßen zu dürfen.
00:00:53: Bei mir ist Arno Branscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheingau-Taunus Verkehrsgesellschaft, kurz RTV.
00:00:59: Arno, du bist Gastgeber dieses Podcasts.
00:01:02: Herzlich willkommen.
00:01:03: Ja, ich sag auch, hallo, guten Tag und ich freue mich auf das Gespräch mit euch.
00:01:08: Ich freue mich auch riesig drauf.
00:01:09: Und du hast dir einen Gast eingeladen, Christina Schiller vom Rheigau-Taunus-Kreis, die sich aufs Seiten des Schulträgers intensiv mit dem Thema Schülerbeförderung beschäftigt.
00:01:19: Hallo, liebe Christina.
00:01:20: Hallo, ich freue mich dabei zu sein.
00:01:22: Und was wir auch schon mal recht sagen dürfen, die Aufmerksam-Hörer, die werden sich wundern, wieso duzen, die sich da jetzt alle.
00:01:28: Das ist so.
00:01:28: Und ab dem dritten Mal ist ja irgendwie alles, was wir machen, Tradition.
00:01:32: Die dritte Podcast-Folge haben wir hinter uns.
00:01:34: Das haben Arno Brandenscheidt und ich zum Andersgenommen zu sagen, wir gehen jetzt zum Du über.
00:01:39: Ah, no.
00:01:40: Schön, oder?
00:01:41: Ja, ich bin overwhelmt sozusagen.
00:01:43: Ich bin vollkommen hin und hergerissen, dass ich jetzt im Podcast mit diesen zwei Frauen auf du und du bin.
00:01:50: Die eine habe ich neu kennengelernt.
00:01:51: Dich birgit mir im Rahmen der Podcast-Geschichte.
00:01:54: Und die Christina kenne ich ja schon.
00:01:55: Da ist die noch mit dem Roller durch die Straßen in Laufenzelten gefahren.
00:02:01: Christina.
00:02:02: Ja, also das ist schön, dass du, dass du dann kannst jetzt auch, könnt die Hörer auch mal so ungefähr das Alter einordnen.
00:02:08: Mich kannst du nicht kennen, da ich im Roller irgendwo lang gefahren wäre.
00:02:13: Es sei denn, du hättest in der Zeit auch einen Tretroller gehabt, weil wir ungefähr Gleichheit sind.
00:02:18: Aber ja, jetzt wissen die Hörer auch das.
00:02:21: Ich freue mich drauf.
00:02:22: Christina.
00:02:26: Wir wollen ja schleudigst
00:02:27: zum Thema
00:02:27: kommen.
00:02:28: Schülerverkehr ist ja für viele Familienalltag und gleichzeitig wirklich auch eines der komplexesten Themen im öffentlichen Nahverkehr.
00:02:37: Wie schätzt du das ein?
00:02:38: Woran liegt das?
00:02:41: Das Thema Bus ist einfach immer ein sehr empfindliches bei den Familien.
00:02:44: Wir wollen, dass unsere Kinder möglichst behütet und schnell an ihre Schule kommen, keinen vielen Umstiege machen müssen und natürlich auch sicher und vor der Tür direkt ankommen.
00:02:55: Und Arno, wenn wir jetzt darüber reden, viele Kinder, viele Jugendliche, wie viele sind das eigentlich, die so einem normalen Schultag im Rheingau-Taunus-Kreis unterwegs sind?
00:03:04: Na ja, da haben also die Grundschüler und wir haben die weiterführenden Schüler, die also zu den weiterführenden Schulen gehen.
00:03:12: Das sind, wenn wir die Berufsschüler noch mit reinnehmen, täglich, schultäglich etwa zwölfundhalbtausend.
00:03:18: Wahnsinn.
00:03:20: Wahnsinn, das ist echt eine Menge.
00:03:23: Also da wird natürlich sofort klar, da ist keine Nebenleistung mehr, sondern wirklich ein zentraler Bestandteil des ÖPNV.
00:03:30: Ja, deswegen ist ja der Fachdienst Schule, der ja wie gesagt für den Rheingau-Taunus-Kreis das ganze Thema Schule verwaltet und ist ja einer unserer wichtigsten Partner der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft im Rahmen der Organisation ÖPNV.
00:03:47: Und der Kreis lässt sich diese Schülerbeförderung ja auch echt viel Geld kosten.
00:03:52: Weil, ich meine, das ist ja eine gesetzliche Vorgabe, da wird Christina sicherlich noch was dazu sagen.
00:03:57: Ja,
00:03:57: Christina sagt ja auch Schülerbeförderung ist nicht nur Verkehrsthema, sondern auch ein Bildungsthema.
00:04:01: Christina, warum ist das so?
00:04:03: Ja, weil es ja wichtig ist, welche Schule ich überhaupt erreichen kann.
00:04:06: Wir leben in einem Flächenlandkreis, da sind die Wege mitunter auch mal länger.
00:04:09: Wir haben sehr viele kleine Ortschaften, die durch unseren Verkehr ja tatsächlich sehr gut verbunden sind.
00:04:15: Aber das ist natürlich auch immer ein Thema bei der Schulwahl.
00:04:18: An welche Schule komme ich dann am besten?
00:04:20: Und welche Schule kann ich am besten erreichen?
00:04:23: Wir fragen sich ja viele Eltern, warum gibt es eigentlich für jede Schule oder sogar für jede Klasse einen eigenen Schulbus?
00:04:29: Der Schülerverkehr, warum wird er eigentlich heute größtenteils in den regulären Linienverkehr integriert?
00:04:34: Das hat auch was damit zu tun, dass man Doppelstrukturen vermeiden möchte.
00:04:41: Früher war das ja so, dass in die Schulbusse ganz getrennt gefahren vom öffentlichen Nahverkehr.
00:04:46: Und heute ist das sozusagen integriert.
00:04:50: Das heißt, der reguläre färblerbetriebene ÖPNV hat eben auch die Schülerverkehre dann an Bord.
00:04:58: Und das führt natürlich dazu, dass erstens die ganzen ländlichen Strukturen viel besser versorgt werden können als früher.
00:05:05: Früher war der Schulbus halt, der Schulbus, und da durfte niemand anderes mitfahren.
00:05:09: Jetzt wird eben mit den Schulbusfahrten, können jetzt eben auch andere Fahrgäste mitfahren.
00:05:15: Das heißt, Der Bus ist offen für jeden, der zur gleichen Zeit in diesen Bus einsteigen möchte.
00:05:21: Und zum anderen nutzen wir dann aber auch die gleichen Kapazitäten und keine Doppelstrukturen.
00:05:26: Das hat was mit Effizienz zu tun und Effektivität.
00:05:30: Ja,
00:05:30: das glaube ich gerne.
00:05:31: Ich meine, auch wenn es dann manchmal die Eltern das vielleicht so erleben, dass die Busse halt zu bestimmten Zeiten sehr voll sind.
00:05:37: Aber Christina hat das, wenn ich jetzt so an Schulbus denke, das war ja auch einfach immer eine lustige Zeit.
00:05:43: Hat das auch für die Kinder selbst noch mal Vorteile, dass es dieses System integriert in den regulären Linienverkehr?
00:05:49: Na ja, wir haben dadurch ja die Möglichkeit, auch viel mehr Fahrten zu realisieren.
00:05:53: Wenn jedes Mal ein eigens organisierter Schulbus fahren muss, dann war das dann der Regel natürlich eine Fahrt am Vormittag und in den Nachmittagen stellt sich ja zusätzlich noch die Herausforderung, dass wir da sehr viele unterschiedliche Abfahrtzeiten haben und das kann man natürlich mit einem regelhaften Verkehr viel besser abdecken, als wenn dann extra immer ein eigener Bus für jede.
00:06:11: jede Schule anfahren muss.
00:06:12: Wir haben so mit vierzig Schulen im Rheingau-Taunus-Kreis.
00:06:15: Da kommen schon ein paar Fahrten zusammen.
00:06:18: Weil ja auch so ein Punkt ist, der viele Familien mit trifft.
00:06:21: Das Thema Ganztagsschule, Nachmittagsangebote.
00:06:23: Da kommen wir noch mal ganz gesondert drauf.
00:06:25: Das ist aber ein ganz eigenes Thema im Rahmen dieses Podcasts.
00:06:29: Was
00:06:29: ich gerade aufmachen wollte, lieber
00:06:31: Arno.
00:06:31: Ach so?
00:06:32: Wolltest du?
00:06:33: Ja.
00:06:35: Ich wollte es gar nicht aufmachen, aber wir können gerne, magst du noch ein bisschen was dazu sagen, wie ihr das organisiert?
00:06:41: Also das Problem, das im Schülerbeförderung ist, dass wir halt extrem viele Spitzen haben, Beförderung, Spitzenzeiten haben.
00:06:51: Wir haben bei den Grundschulen, sind morgens etwa, um um um u.a.
00:06:58: u.a.
00:06:58: u.a.
00:06:59: u.a.
00:07:00: u.a.
00:07:00: u.a.
00:07:01: u.a.
00:07:01: u.a.
00:07:02: u.a.
00:07:02: u.a.
00:07:02: u.a.
00:07:03: u.a.
00:07:03: u.a.
00:07:04: ähnlich.
00:07:04: Und die Zeiten sind alle in etwa gleich.
00:07:07: Irgendwo zwischen sieben Uhr, vierzig oder vierzig und acht Uhr oder acht Uhr, fünfzehn oder so.
00:07:14: Also alles in einem Korridor, der irgendwo zwischen sieben Uhr, dreißig sage ich jetzt mal und neun Uhr dann irgendwo liegt.
00:07:23: Und in dieser Zeit setzen wir doch tatsächlich und auch in der Mittagszeit, wenn die Schulende, also die normalen Schulzeitende da ist, in dieser Zeit setzen wir alleine nur für die Schülerbefahrtung im Rheingau-Tranus-Kreis in der Spitze über Hundertvierzig-Busse ein.
00:07:40: Wahnsinn!
00:07:41: über hundertvierzig Busse, die nur speziell dann diese Themen bedienen.
00:07:46: und das zeigt auch, dass alles bis auf die Minute, zum Teil fahren die Busse, dann verschiedene Schulen an, nacheinander, das ist alles sehr, sehr eng getaktet, absolut auf Kante genäht.
00:07:58: und kleinste Veränderungen, die die Schulen, wo die dann mal sagen, naja, wir haben jetzt mal beschlossen, wir machen jetzt mal die Stunde, verschieben jetzt mal unsere Anfangs- oder Endseiten oder so, und das im laufenden Fahrplan.
00:08:10: Das ist nahezu nicht zu realisieren, weil das wirklich ganz, ganz eng getaktet ist.
00:08:17: Das hat bei der vergangenen Folge schon mal, dass wir da reingehört haben, wie so eine Verkehrsplanung von Stadten geht.
00:08:22: Aber ja klar, es geht ja wieder um das Thema, was wir bereits hatten.
00:08:25: Es geht um den Einsatz von Bussen, es geht um den Einsatz von Fahrpersonal und eben auch dann noch um unterbrüchstisch in der Tatsache, wo sind wann, welche Baustellen, wo gibt es irgendwelche Erinnerungen?
00:08:36: Also wirklich riesig komplex.
00:08:40: Und
00:08:40: dann ist es noch so, ich will noch eins sagen, wir haben ja auch noch gewisse Anforderungen zu erfüllen.
00:08:45: Also das heißt, wir wollen ja, dass die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel in der Grundschule möglichst umsteigefrei an ihre Schulen kommen.
00:08:54: Wir wollen, dass auch die Reisezeiten und die Wartezeiten auf diese Grundschulkinder abgestimmt sind.
00:09:00: So, dann haben wir die weiterführenden Schüler, die natürlich ein bisschen mehr Luft haben in den Zeiten, also wo man denen schon ein bisschen mehr Wartezeit oder auch Reise Zeit zumutet oder auch mal eine Umstiegsgeschichte.
00:09:13: Und wir haben, wie die Christina ja schon gesagt hat, einen extrem grob, also mehr als ein Flächenkreis.
00:09:18: Und ich sage jetzt mal, bleiben wir mal bei so Kindern aus den Höhengemeinden von Lars Esbenschied, Wollmerschied und so weiter.
00:09:25: Die müssen dann schon mal dreißig Minuten fahren, bis sie überhaupt zum nächsten Bahnhof kommen.
00:09:30: um dann an die weiterführende Schule zu fahren.
00:09:32: Also es ist unheimlich viel dabei zu beachten und es ändert sich ja auch ständig.
00:09:38: Also mit jedem Schuljahr verändern sich ja auch schon wieder diese Planungsdaten, weil Kinder umziehen, Wohnorte verändern, Schulbezugsorte sich verändern.
00:09:49: Also es ist wirklich ein Thema.
00:09:51: Weißt du, was ich mal gerne im Podcast hätte, Arno?
00:09:53: Ich mache jetzt mal gerade hier einen Wunschzettel auf.
00:09:56: Ich hätte gerne mal jemand, der das vor zwanzig Jahren koordiniert hat, als wir noch nicht Softwarelösungen zur Unterstützung hatten, der da irgendwo am Reisbrett gestanden hat und gesagt hat,
00:10:10: Das kann ich dir schon mal sagen, ich bin ja vor ich bin jetzt fünfundsechzig und ich bin vor ja fünfzig Jahren in die Schule gegangen.
00:10:19: So und da war das so also das was heute mit den Busen gefahren wird.
00:10:24: Das sind wir früher gelaufen.
00:10:26: Also wir haben einen Schulweg gehabt, der war fünf, sechs Kilometer, also alleine innerhalb, also wir sind zwar mit dem Zug vom Ort A nach Ort B gefahren, aber dann war der Bahnhof, er war ganz unten im Ort, nehmen wir mal Rüdesheim und die Realschule in Rüdesheim, die war oben in Eibingen und das waren mal problemlos fünf, sechs Kilometer, die man unten vom Bahnhof bis hoch nach Eibingen laufen musste.
00:10:48: Da ist kein Bus gefahren, da sind wir gelaufen und das hat auch niemanden, das hat auch niemand, wie soll man sagen, gestört.
00:10:56: Und also ich will sagen, die Anforderung waren damals andere und die Erwartungshaltung auch der Eltern waren
00:11:03: damals andere.
00:11:03: Ja, jetzt machst du natürlich, du machst natürlich jetzt diesen Riesensprung.
00:11:08: Du gehst zurück.
00:11:09: Du gehst zurück kurz nach dem Krieg als wir in der Tat
00:11:12: waren.
00:11:12: Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein,
00:11:23: nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein,
00:11:37: nein, nein, nein, Was kann ich noch?
00:11:41: Ich musste nicht laufen.
00:11:42: Bei mir fuhren schon Busse.
00:11:44: Die waren auch schon sehr gut getaktet.
00:11:46: Allerdings ist es schon so, wie Arno sagt, es war früher, war es auch bei mir eine Selbstverständlichkeit, dass nicht zu jeder Stunde ein Bus zurückgefahren ist, sondern dass ich durchaus auch mal eine Stunde oder so an irgendeinem Bahnhof gestanden habe und gewartet habe.
00:12:00: Ja, das stimmt.
00:12:01: Das stimmt.
00:12:02: Ich will das mal sagen.
00:12:06: Wir haben eine Zielvorgabe von unserem Schulträger, dass wir also die Grundschüler möglichst umstiegefrei in die Schule bringen und zum anderen, dass wir Wartezeiten, also wir haben einen Mittelwert bei den Grundschülern in der Verteilung der Fahr- und Wartezeit.
00:12:24: Wir haben Reisezeiten im Mittelwert etwa neun bis zwölf Minuten.
00:12:29: Reisezeit und wir haben eine Wartezeit bei den Grundschülern von im Mittelwert.
00:12:35: Im Rheingau-Taunus-Kreis.
00:12:37: Und bei den weiterführenden Schulen ist das ein bisschen anders.
00:12:41: Da haben wir natürlich ein bisschen mehr.
00:12:43: Bei den weiterführenden Schulen benötigen wir im Durchschnitt neunzehn Minuten für den Hinweg und zwanzig Minuten für den Rückweg.
00:12:50: Und die durchschnittliche Wartezeit beträgt hier vor Schulbeginn etwa vierzehn Minuten und nach Schulbeginn oder nach Schulstoß etwa fünfzehn Minuten.
00:12:58: Also das ist ja alles hellartig.
00:13:00: Das ist
00:13:00: ein Luxusproblem.
00:13:04: Das
00:13:04: ist noch alles im Rahmen, ja.
00:13:06: Und ich bin ja auch sowieso der Meinung, jetzt müssen wir noch das Handyverbot einführen, das Social Media-Verbot für Kinder unter sechzehn.
00:13:14: Ich finde, es gibt ja nichts Wertvolleres für dein späteres Leben als Machtezeit, aushalten zu können, sich beschäftigen, die Gedanken zu machen.
00:13:22: Aber wir werden jetzt nicht philosophisch, Christina.
00:13:25: Diese Flexibilisierung der Schulen spielt ja auch da mit eine Rolle.
00:13:29: Früher gab es Schulstadt, war um acht, Schulende war um zwölf, um eins, um zwei.
00:13:34: Die Schulen werden immer flexibler, also wird es auch immer anspruchsvoller.
00:13:37: Wie erlebst du das auf Seiten des Kreises, also der Verantwortung der Schulträger, was diese Flexibilisierung angeht?
00:13:44: Ist das so oder ist das nur eine gefühlte Wahrheit?
00:13:47: Das ist so ein bisschen zweigleisig, mal so, mal so.
00:13:50: Also es gibt tatsächlich Schulen, die sehr unterschiedliche Zeiten haben, sowohl bei der An- als auch bei der Abfahrt.
00:13:55: Das sind natürlich auch die weiterführenden Schule, die ihr Profil ganz anders auslegen als das Grundschulen zum Beispiel machen.
00:14:01: Da gibt es ja eine gewisse verlässliche Schule, wo Kinder vier oder fünf Stunden am Tag sicher an der Schule sind.
00:14:08: Bei den weiterführenden Schulen ist das dann schon wieder anders.
00:14:11: Das Ganze... wird jetzt noch ausgebaut, wenn wir in den Ganztag gehen.
00:14:15: Also wir haben ja unsere Schulen.
00:14:16: im Monat Gotthorneskreis sind alle schon Ganztag oder fast alle schon Ganztagschulen und haben auch im Nachmittag bereits Angebote.
00:14:23: Das heißt, das sind immer schon auch Kinder am Nachmittag an den Schulen.
00:14:26: Das Ganze wird natürlich im nächsten Jahr mit dem, oder nein, diesem Jahr ja jetzt, mit dem Rechtsanspruch sich nochmal die Zahl der Kinder erhöhen, die da dran teilnehmen.
00:14:34: Und das führt natürlich auch dazu, dass dann im Nachmittag Abholzeiten dazukommen, wie man sie so klassisch vorher nicht kannte.
00:14:40: Und dann sind wir wieder.
00:14:42: in der Konkurrenz, das heißt wir erzeugen wieder Spitzenzeiten, nämlich dann sind wir plötzlich wieder, es ist der Schülerverkehr, plötzlich in der Konkurrenz mit den Pendlern die Arbeitsende haben.
00:14:55: Ah, ja klar,
00:14:57: ich habe nämlich gerade noch gedacht, auch wie schön dann verteilt, dass du bist noch den Nachmittag, nee, wir kommen dann genau in die Zeit rein, ja klar Arno.
00:15:05: Ja, so wie es im Vormittag auch ist.
00:15:07: Wir haben morgens dieses Spitzen, wo die Leute alle auf die Arbeit wollen und die Schüler in die Schulen.
00:15:12: Und wir kriegen dann zusätzlich jetzt mit den Nachmittagsintentionen oder den Nachmittagsangeboten dann die Konkurrenz natürlich mit den rückkehrenden Pendlern, die dann so ab fünfzehn oder dreißig, sechzehn Uhr dann natürlich wieder von den Arbeitsstätten zurück in ihre Wohnarten fahren wollen.
00:15:29: Wir haben ja bislang immer nur darüber gesprochen, dass es so kleinere Fahrzeuge gibt, wenn wir über diesen individualisierten Personen den Nahverkehr gesprochen haben.
00:15:38: Jetzt frage ich dich mal, ist dann jetzt vielleicht im Gegenzug auch dazu der Doppeldecker demnächst gefragt, der durch den Rheingau-Taunus-Kreiswerk wird und okay.
00:15:49: Nein, nein, da hätten wir ja noch mehr Probleme, geeignete Busfahrer zu finden.
00:15:54: Abgesehen davon stelle ich mir gerade mal vor, wie das so wäre in unserem Teil auf unseren Kreisstraßen.
00:15:59: Ich würde gerade sagen, in den Ortschaften, da bleiben wir stecken.
00:16:02: In den
00:16:02: Ortschaften mit dem Doppeldeck zu fahren.
00:16:04: Ich glaube, dann werden wir in die Schlafzimmer im ersten Obergeschoss reingucken.
00:16:10: Nein, nein, das geht nicht.
00:16:11: Aber was wir natürlich viel mehr machen müssen, wir müssen unterscheiden, sogenannte Backbones.
00:16:16: Das heißt Hauptlinien.
00:16:18: Nebenlinien.
00:16:19: Wir müssen dann wahrscheinlich tatsächlich schauen, kommen wir doch zu gebrochenen Verkehren.
00:16:24: Also müssen wir in bestimmte Richtungen mit Großgefäßen fahren und dann an bestimmten Sammeln oder Umsteigepunkten dann die Menschen auf kleinere Gefäße zu verteilen.
00:16:35: Und ja, das ist die Aufgabe.
00:16:36: Ich finde Gefäß übrigens ein großartiges Wort.
00:16:37: Ich finde das so herrlich.
00:16:37: Ich finde das so herrlich.
00:16:38: Ich finde Gefäß übrigens ein großartiges Wort.
00:16:39: Ich finde das so herrlich.
00:16:40: Ich finde das so herrlich.
00:16:40: Ich finde das so herrlich.
00:16:41: Ich finde Gefäß übrigens ein großartiges Wort.
00:16:42: Ich finde das so herrlich.
00:16:42: Ich finde das so herrlich.
00:16:43: Ich finde Gefäß übrigens ein großartiges Wort.
00:16:44: Ich finde das
00:16:45: so herrlich.
00:16:45: Ich finde das so herrlich.
00:16:46: Ich finde das so herrlich.
00:16:46: Ich finde das so herrlich.
00:16:47: Ich finde das so herrlich.
00:16:47: Ich finde das so herrlich.
00:16:48: Heute fahre ich mit dem Großgefäß
00:16:49: auf die Arbeit.
00:16:50: Ihr seht das jetzt nicht, liebe Podcast-Hörer, aber was ich hier in der Hand halte, ist ein Kleingefäß.
00:16:55: Ich muss da immer einen Blumenbasen denken.
00:16:58: Ja, superleit, aber wir sprechen eben in diesem Zusammenhang von Gefäßgrößen.
00:17:06: Also auf jeden Fall ist das, die Aufgaben werden eben anspruchsvoller.
00:17:10: Aus verschiedenen Gründen haben wir ja schon in anderen Postcard-Folgen drüber, Podcast-Folgen drüber gesprochen.
00:17:15: auf der einen Seite den zunehmenden Fahrermangel, wo die ausgebildeten Busfahrer für die großen Gelenkbusse oder für die Omnibusse, für die man ja dann mittlerweile auch schon eine Kraftfahrerausbildung braucht und so weiter.
00:17:28: Das ist dann die Schwierigkeit und wir haben die kleinen Busse, die können dann von mehr Leuten gefahren werden.
00:17:33: Also haben wir ja schon drüber gesprochen.
00:17:35: Es ist jetzt sowieso Zeit für den nächsten Block.
00:17:37: Are you ready?
00:17:40: Yes, of course.
00:17:42: Es gibt noch ein Thema, das gerade bei Eltern viele Fragen auslöst.
00:17:46: Das ist das Thema Schülerfahrkarte.
00:17:47: Christina, warum bekommt mein Kind keine Schülerfahrkarte, obwohl es jeden Tag zur Schule fährt?
00:17:52: Das ist so eine Klassikerfrage.
00:17:55: Welche Kriterien spielen da eine Rolle?
00:17:57: Das
00:17:57: stimmt.
00:17:57: Das ist auch eine Frage, die bei uns sehr häufig ankommt.
00:18:01: Weil es natürlich so das Gefühl der Benachteiligung auslöst.
00:18:04: Tatsächlich ist das eine ganz einfache Antwort.
00:18:07: Wir haben gesetzliche Grundlagen.
00:18:09: Die Kriterien sind im Paragraf hundertsechzig im hessischen Schulgesetz hinterlegt.
00:18:13: Das bedeutet, wenn ich in eine Grundschule gehe, bekomme ich immer dann eine Busfahrkarte, wenn mein Schulweg länger als zwei Kilometer ist.
00:18:20: Also der kürzeste, nachgewiesene Schulweg.
00:18:23: Und bei den weiterführenden Schulen sind es drei Kilometer.
00:18:26: Und ja, so sind wir da wirklich festgelegt und können genau definieren, wer bekommt eine Karte und wer bekommt halt leider keine.
00:18:33: Christina, und jetzt ist wieder der Unterschied zu der Zeit, als Arne und ich zur Schule gegangen sind.
00:18:37: Damals war das so, die nächstgelegene Schule war auch die Schule, in der wir waren.
00:18:41: Das ist ja heute auch anders.
00:18:43: Ja, das stimmt.
00:18:44: Also es muss ja nicht mal die nächstgelegene Schule sein, die ich wähle.
00:18:47: Ich bekomme allerdings nur den Weg bis zur nächstgelegenen Schule erstattet.
00:18:51: Alles klar.
00:18:52: Okay, also das ist auch nochmal der Grund, wenn es eine Schule gibt, die näher legt.
00:18:56: Ich mich aber für eine andere entscheide oder sich auch die Schule für mich entscheidet.
00:19:00: Auch das gibt es ja.
00:19:02: Dann gilt diese Regel wirklich auch nur für das, was halt als nächstes liegt.
00:19:07: Genau.
00:19:09: Das sind die Schulbezirke, glaube ich.
00:19:11: So heißt es, Christina, ne?
00:19:12: Schulbezirke.
00:19:13: Nur in
00:19:14: den Grundschulen.
00:19:15: Ja.
00:19:16: Und dann ... wird halt geguckt.
00:19:19: Ich meine, der Schulträger muss ja auch gucken, dass er seine Räume auslastet, gerade bei den Grundschulen zum Beispiel.
00:19:25: Macht ja jetzt wenig Sinn, wenn er jetzt in dem einen Ort hat er jetzt noch drei leere Klassen, weil da die Kinderzahl zurückgegangen ist und in der Nachbar, im Nachbarort ist die Schule überfüllt, da müsste dann neu gebaut werden.
00:19:36: Also auch das spielt ja eine Rolle, wie werden diese Schulbezirks-Einsuchsbereiche gegliedert und zugeschnitten?
00:19:42: Also ja, das hat alles vielfältige Dimensionen.
00:19:46: Ein Riesenthema ist, dass Aladiuszene bei den demografischen Wandel denken und wie sich auch Ortsteile verändern, weil eben die Jungen wegziehen.
00:19:54: Es gibt keine Schüler mehr, gibt keine jungen Familien mehr.
00:19:57: Es hat auch manchmal was mit den Preisstrukturen der Ortschaften zu tun.
00:20:02: Aber wir sind jetzt nicht soweit, dass wir sagen können, wir steuern über die Schülerfahrkarte, die Auslastung der Schulen oder... doch Fragezeichen.
00:20:11: Das machen wir eigentlich andersrum.
00:20:13: Also wir steuern tatsächlich die Auslastung der Schulen, indem wir in den Grundschulen sogenannte Schulbezirksgrenzen haben.
00:20:18: Und da sind die Ortschaften denn jeweiligen Grundschulen zugeteilt.
00:20:22: Und dadurch regeln wir auch, dass die Schulen quasi ausgelastet sind, so wie Arnos eben gesagt hat.
00:20:28: Und je nachdem, wer dann an welche Schule zugeteilt ist, bekommt natürlich auch seine Fahrkarte, sofern die dann die zwei Kilometer weiter entfernt ist.
00:20:38: So, Ahno, jetzt ist ja so die Christina plant das damit, die sitzt beim Kreis und hat diese Koordinaten auf der Seite im Kopf, ihr plant beim RTV, wie das Ganze umgesetzt wird.
00:20:47: Jetzt sind wir aber immer noch nicht bei dem Thema der Kommunikation.
00:20:50: Wie kann das gelingen?
00:20:52: Warum ist es wichtig, diese Regeln klar zu kommunizieren?
00:20:54: und welche Aufgabe habt ihr?
00:20:56: Weil wir machen es jetzt hier im Podcast, ja.
00:20:58: Aber was macht ihr darüber hinaus?
00:21:00: Weil es stößt ja wirklich nicht immer auf Begeisterung.
00:21:02: Naja, wir erst mal ist es so, wir müssen den Menschen auch aus unserer Sicht der ATV deutlich machen, dass diese Abläufe einen gewissen Vorlauf benötigen.
00:21:13: Also wir können nicht, also unterjährig schon mal fast gar nicht, sondern wir müssen ja Leistungen, Busleistungen europaweit ausschreiben.
00:21:24: Das heißt, wir müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Bedarf festlegen und dann wird europaweit quasi dieser Auftrag ausgeschrieben.
00:21:33: Dann gibt es Bewerber, die sagen, wir wollen diese Fahrten fahren in einer bestimmten Bündel oder in einer bestimmten Erhäufung.
00:21:41: und dann entscheiden wir, wer hat den besten Preis oder die beste Leistung.
00:21:45: und dann gibt es einen Verkehrsvertrag, der über acht Jahre läuft.
00:21:49: In aller Regel über acht Jahre, weil der Dienstleister muss ja seine Autos refinanzieren.
00:21:54: Und so ein Omnibus, der kostet dreihunderttausend, dreihundertfünfzigtausend Euro.
00:21:58: Und Elektrobus kostet noch ein bisschen mehr.
00:22:01: Das heißt, der Busunternehmer sagt immer, ich brauche ja eine gewisse Sicherheit.
00:22:04: Wenn ich es für euch fahre, dann muss der Bus wenigstens die nächsten acht Jahre irgendwie bezahlt werden.
00:22:10: Das heißt, diese Leistungen, die wir vergeben, die sind in hohem Maße fixiert.
00:22:15: Und da sind nur relativ geringe Schwankungsbreiten möglich.
00:22:20: Also der Unternehmer sagt natürlich, ich möchte so sicher wie möglich wissen.
00:22:24: wie ich mein Geld kriege.
00:22:25: Also ich kauf für euch jetzt Busse und die kosten ein Haufen Geld.
00:22:29: Also ich kann also auch als Auftraggeber ATV bei diesen Busunternehmen die bestellte Leistung nicht einfach willkürlich von einem Schuljahr aufs andere Schuljahr irgendwie anpassen und sagen, du kriegst jetzt nur noch die Hälfte.
00:22:44: Also das heißt, wir haben an allen Ecken und Enden, haben wir natürlich gewisse Restriktionen.
00:22:49: Auf der einen Seite sind die Schulen, die sagen, wir wollen zu denen und den Zeiten unsere Schüler befördert haben.
00:22:55: Auf der anderen Seite ist der Unternehmer, da sind da die Eltern und so weiter.
00:22:59: Also wir haben schon eine Menge Stakeholder, die alle, ich nenne das immer, die sogenannten Anspruchsgruppenvielfalt.
00:23:06: Also die sagen, wir wollen, der eine will sein Geld kriegen, der Unternehmer, der will seine Autos auslasten, die Eltern wollen kurze Reisezeiten, die Schulen wollen möglichst keine Wartezeiten haben und so weiter.
00:23:16: Also das ist schon ... Ja, und dazwischen ist dann die Christina, die mir auf die Finger haut, wenn da irgendwas nicht klappt, die dann sagt so, wir haben hier wieder mal eine dicke Beschwerde, kümmer dich drum.
00:23:28: Genau, weil kosten darf ja auch nix.
00:23:30: Christina, es ist, glaube ich, wir müssen den Podcast jetzt mal für so eine kleine Tröst- und Rückrunde unterbrechen und kommen in zwei Minuten.
00:23:37: weder, wenn wir dem Arno die Tränen von den Wangen getupft haben.
00:23:42: Ja, ich reiche im Imaginär ein Taschentuch.
00:23:44: Ja, ja, ja, ja.
00:23:46: Macht euch nur lustig, also.
00:23:48: Klar.
00:23:50: Aber es gibt ja noch was ganz Tolles anderes.
00:23:52: Jetzt gehen wir mal aus dem RTV raus.
00:23:54: Das Bild mal groß auf.
00:23:56: Und zwar ist das als Alternative jetzt nicht Alternative, aber Ergänzung.
00:24:01: Also auch ein Angebot.
00:24:03: Ich möchte gerne bei den Schülern bleiben.
00:24:04: Das ist ja das Thema unserer Folge und die Stadt Tränen.
00:24:08: Das Schülerticket Hessen.
00:24:10: Das hat ja auch wirklich einen riesen Vorteil für viele Familien.
00:24:14: Anno, magst du uns mal ein bisschen was zum Schülerticket Hessen erzählen?
00:24:17: Naja, du kannst eben auch, du kannst eben mit diesem Schüler-Ticket Hessen, das übrigens der Rheingau-Taunus-Greis bezahlt, also für die Kinder und Jugendlichen, die Anspruch haben auf dieses Ticket, und das ist das, da kann Kristina Nenerbar sein, das gibt halt auch immer wieder Diskussionen, weil die einen kriegen's halt und die anderen kriegen's nicht, weil mit dem Schüler-Ticket Hessen kannst du natürlich auch außerhalb der regulären Schulzeiten kostenlos den ÖPNV benutzen und du kannst, also mit deinen Eltern zusammen, also du kannst diesen ÖPNV... in seiner gesamten Breite sozusagen dann benutzt auch in den Ferien im übrigen.
00:24:52: Das ist natürlich ein Vorteil, das schafft Mobilität für alle, und zwar kostenlose Mobilität.
00:24:57: Aber warum
00:24:58: hast du gerade gesagt, mit den Eltern gemeinsam?
00:25:00: Nein, das war jetzt vielleicht ein bisschen, wenn die jetzt, meistens haben die Eltern ja auch ein Jobticket, dann wenn sie irgendwo arbeiten und so weiter.
00:25:06: Also wenn
00:25:06: sie jetzt kleinere Kinder sind, meinst
00:25:08: du jetzt, dass man das gemeinsam
00:25:09: macht.
00:25:10: Also im Schüler-Ticket Hessen ist nicht das kostenfreie Fahren der Eltern mit drin, ne?
00:25:14: Nein.
00:25:14: Das war, wo wir gerade richtig stellen.
00:25:16: Und es gibt auch Menschen, die, ich sage jetzt mal, auf einer weiterführenden Schule auch von ihren Eltern, dann... nochmal alleine gelassen werden.
00:25:23: Es gibt ja nicht nur Helikoptereltern, sondern es ist ja gerade auch mal so ein Thema eigene Mobilität entdecken.
00:25:29: Genau.
00:25:30: Genau für Jugendliche ist das immer ein Thema, dass sie sich damit natürlich auch im Nachmittag bewegen können in den Wochenendzeiten, die Arno schon gesagt hat und in den Ferien.
00:25:39: Und das ist natürlich weg.
00:25:40: Begehrlichkeiten, bei denen die keinen Anspruch haben.
00:25:42: Was heißt jetzt das, weckt Begehrlichkeiten, kann ich mir dieses Schüller-Ticket selber kaufen oder ist das wirklich eine reine Leistung, die über den Rheingau-Taunuskreis jetzt in eurem Fall finanziert wird?
00:25:53: Naja, das kannst du besser sagen, Christina.
00:25:56: Nein, Schüller-Ticket kann sicher jeder, also... Ein Ticket bei Busunternehmen kann sich jeder kaufen, wenn er das möchte.
00:26:02: Nur er muss es halt bezahlen.
00:26:03: Und die anderen bekommen es halt kostenfrei, wenn sie es für den Schulweg benötigen.
00:26:08: Und im Übrigen darf man sagen, es wird ja auch nur bis zur Klasse zehn öffentlich gezahlt.
00:26:13: Das stimmt.
00:26:14: Also die weiterführenden, also die Schüler, Schülerinnen und Schüler, die jetzt in die weiterführende Schule ab der Klasse elf gehen, die müssen sich sowieso ganz egal das Ticket immer selbst kaufen.
00:26:26: Und da müssen die Eltern das bezahlen.
00:26:28: Und bis zur Klasse zehn, eben da wird es dann die Grundversorgung drin.
00:26:33: Wenn sie innerhalb dieser drei Kilometer Grenze in diese Schule gehen, die am nächsten Gelegen ist.
00:26:37: Dann
00:26:38: müssen wir jetzt doch nochmal erklären, was ist nochmal der Unterschied genau zwischen Anspruch, Schüler-Ticket-Tessen, Anspruch, die vorhin erwähnte Schülerfahrkarte?
00:26:48: Ja, das Schüler-Ticket-Tessen ist im Prinzip die Schülerfahrkarte, weil das ist, das Schüler-Ticket-Tessen stellt halt diese Fahrkarte dar, die die Schülerinnen und Schüler dann bekommen.
00:26:57: Und die ist aber, es gibt keinen eigenen Fahrschein quasi, der nur im Vormittag und nur für den Schulweg gilt, sondern es gibt dann dieses Schüler-Ticket Hessen.
00:27:05: Und das ist dann aber halt, wie vorhin schon erwähnt, immer gültig, so dass ich halt auch nach meinem Schulweg mich noch woanders aufhalten kann im Tarifgebiet.
00:27:15: Christina, also das fassen wir jetzt nochmal gerade zusammen.
00:27:17: Den Anspruch auf ein Ticket hat wer?
00:27:21: Alle Schülerinnen und Schüler in der Grundschule, die mehr als zwei Kilometer von ihrer Schule entfernt wohnen und in den Weiterführenden Schulen, also Klasse fünf bis Klasse zehn, wenn ich mehr als drei Kilometer von meiner Schule entfernt wohnen.
00:27:41: Das heißt, die haben den Anspruch, wenn sie dann diesen Anspruch gerecht werden und das Ticket bekommen, dann haben sie aber dieses Schülerticket Hessen, mit dem sie dann durchaus auch am Wochenende auf eine Party eine Schüler-Disco zu einer Sportveranstaltung zum Fußballtraining fahren können.
00:27:58: Und jetzt haben wir die Situation, jetzt haben wir die Situation, nur damit wir das auch nochmal deutlich machen, in so einer Stadt wie Taunusstein, ne?
00:28:04: Dreißigtausend über dreißigtausend Einwohner, größte Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis.
00:28:08: Ja.
00:28:09: Da wohnt jetzt einer, der wohnt jetzt in, in Hahn oder in Pleidenstadt, also ganz dicht am Gymnasium, ne?
00:28:16: So, und der andere wohnt in Neuhof, ne?
00:28:19: Oder in, in dem Weiterentfeind gelegenen
00:28:22: Abstein.
00:28:23: in Seizenhahn und der ist dann drei Kilometer, obwohl er in derselben Stadt wohnt, ist er dann drei Kilometer von seiner zugeordneten Schule entfernt.
00:28:32: Der bekommt dann das Ticket und der andere, der sozusagen im ortsnahen Stadtteil wohnt von diesem Gymnasium, der bekommt es nicht.
00:28:41: Und jetzt haben wir also dann in einer Stadt Menschen, die mit dem bezahlten Schüler-Ticket unterwegs sind und die anderen müssten es sich selbst kaufen, wenn sie es haben wollen.
00:28:52: Ja, es zeigt mir diese Komplexität des Themas und auch der Notwendigkeit, ich sage es nochmal, dieses Podcast, also um das auch mal zu verstehen.
00:29:01: Und wir gehen jetzt noch tiefer rein und stellen den Hörern, die genau dieses Thema interessiert, auch nochmal den freigestellten Schülerverkehr vor.
00:29:11: Das ist ja neben dem regulären Schülerverkehr auch nochmal eine Besonderheit.
00:29:15: Christina, was ist das konkret und für was ist der gedacht?
00:29:18: Der freigestellte Schülerverkehr ist in dem Fall, wenn Schülerinnen und Schüler aufgrund einer besonderen Lage tatsächlich nicht mit dem öffentlichen Verkehr fahren können.
00:29:27: Das wird dargestellt mit Kleinbussen.
00:29:30: Teilweise ist das auch eine Haustürbeförderung.
00:29:34: Viele Förderschwerpunkte, die die Schülerinnen und Schüler im Ringertown des Kreis haben.
00:29:39: Und wenn es denen nicht möglich ist, mit dem öffentlichen Nahverkehr zu fahren, dann kommt es zum freigestellten Schülerverkehr und dann hat die RTV damit auch richtig zu tun.
00:29:49: dann da einzelne Busse oder auch Kleingefäße einzusetzen und diese Schülerinnen und Schüler dann von A nach B zu fahren.
00:29:58: Und die fahren oft auch an besondere Schulen, also eben nicht an die nix gelegte Schule, weil da der Förderscheidpunkt nicht erfüllt werden kann.
00:30:06: Das heißt, da geht es auch teilweise wirklich um viel weiter entferntgelegene Schulen, wo dann sowieso sichergestellt werden muss, dass die Schülerinnen und Schüler da gut hören und zurückkommen.
00:30:15: Also zum Beispiel kann man sagen, wir haben hier die Lintenschule zum Beispiel breit hat.
00:30:21: Da werden Rollstuhl schwerstbehinderte oder schwerstkörperlich oder geistig behinderte Menschen in eine besonders spezialisierte Schule gefahren, mit Rollstühlen, zum Teil mit Begleitpersonal, zum Teil mit medizinischen Assistenzpersonal und so weiter.
00:30:39: oder wir haben die Brückenschule, wo Kinder die Langzeit erkrankt sind oder so was.
00:30:44: Also Kinder mit besonderen Sprach oder psychischen Störungen, die besonders beschult werden und gefördert werden müssen, die werden dann abgeholt und die werden da hingefahren und wieder abgeholt.
00:30:55: Also das ist dann ein sehr... kleinteiliges Geschäft, für das der Rheingau-Taunus-Greis aber auch ronde baut, vier Millionen Euro im Jahr ausgibt.
00:31:05: Das muss man mal nicht...
00:31:05: Ausgibt sich drum kümmert und ich meine, das ist ja auch so ein bisschen das Thema gemeinwollorientierte Gesellschaft und auch Wirtschaft.
00:31:13: natürlich ist in eurem Fall.
00:31:14: Also geht es klar, geht es ja auch ums Geld, aber ich... Ich finde, es wird so viel gejamert und so viel geschimpft und ich finde, wenn man sich dann noch mal bewusst macht, hey, an was wird alles gedacht, an was wird sich alles gekümmert und dass eben diese Schülerbeforderung auch so eine Gemeinschaftsaufgabe ist, ich finde das schon klasse.
00:31:32: Also wir leben jetzt nicht im schlechtesten aller Länder, ne?
00:31:35: Nee.
00:31:36: Auf keinen Fall.
00:31:36: Also ich will vielleicht Nummer eins sagen.
00:31:38: Alleine mit dem regulären Schüler, mit der regulären Schülerbefahrung ohne den freigestellten Schülerverkehr, fahren wir jeden Tag.
00:31:48: Zweiundzwanzigtausend Kilometer.
00:31:50: Jeden Tag.
00:31:51: Ja?
00:31:51: Jeden Tag.
00:31:52: Wir haben... Müsste
00:31:54: quasi... Ich war heute bei meiner Werkstatt, da hat der gesagt, der Ölwechsel ist verlegt.
00:32:01: Ihr habt quasi jeden Tag einen Ölwechsel.
00:32:03: Naja, wir haben jeden Tag zum Beispiel mal bezogen auf die Betriebskosten.
00:32:07: Dreiundzwanzig haben wir jeden Tag etwa fünfzehntausend fünfhundert Euro Dieselkosten nur für jeden Schultag.
00:32:14: Wahnsinn!
00:32:15: Die eingesetzte Arbeitszeit für die Schülerbefahrtung, das sind ungefähr vierzehnhundert Stunden am Tag.
00:32:22: und kostet uns am Tag ungefähr twenty- sechsundzwanzigtausend Euro Fahrerpersonalkosten.
00:32:29: Und die Fahrzeugbezogenen kosten pro Tag, pro Schultag liegen bei etwa zwölftausend Euro.
00:32:36: Also das heißt, wir geben im Jahr Netto nach Abzug aller Rückerstattungen etwa neun Millionen Euro.
00:32:44: Ja, mit acht Komma sieben nach vielleicht dieses Jahr neun Millionen Euro nur für die Schülerbeförderung aus und das ist ungefähr das ist mehr als ein Drittel aller.
00:32:55: Befeiterungskosten im ÖPNV im Landkreis.
00:32:58: Ja, weißt du, und dann rückt mich das so auf.
00:33:00: Also ich sorry, wenn ich jetzt zum Abschluss so ein bisschen politisch-philosophisch werde.
00:33:05: Aber mich regt es dann auf, wenn es dann, wenn immer nur Gmop-Pod wird oder wenn es dann auch Unternehmer gibt, die sagen, ich such mir jetzt hier irgendwie ein Gewerbeamt auf Zypern, wo ich meine Bude anmelde.
00:33:14: Und dass ich mich an diesen Gemeinschaftskosten, an diesen Gemeinschaftsaufgaben als Davon nutzen die es dann nicht auch beteiliger.
00:33:24: Und das sind ja nur die Schulfahrten.
00:33:25: Da kommen ja auch noch Schwimmbadfahrten, Fahrten zu Sportstätten und solche Dinge dazu.
00:33:30: Auch das wird ja zwischendurch noch geregelt.
00:33:32: Christina.
00:33:34: Christina, weißt du, was das bedeutet?
00:33:36: Du musst noch mal in den Podcast kommen.
00:33:37: Natürlich.
00:33:38: zu einer neuen Folge, aber nichts lieber als
00:33:41: das.
00:33:41: Hast dir Spaß
00:33:42: gemacht.
00:33:43: Aber Moment mal, sind noch nicht fertig.
00:33:44: Ich wollte noch mal eins sagen.
00:33:45: Diese ganzen Beförderungskosten für die Schulen werden letztlich nicht nur durch den Landkreis bezahlt, sondern auch von den Städten und Gemeinden.
00:33:54: Und jetzt muss man da auch mal ein ganz dickes Dankeschön an die Städte und Gemeinde geben, weil über die Schulumlage, die der Kreis erhebt im Rahmen der Refinanzierung, bezahlen die Städte und Gemeinden auch neben diesen Kosten für den Schulbetrieb und so weiter, auch die Schülerbeförderungskosten mit.
00:34:11: Und das ist ein großer Procken, denn die Schulumlage, die die Städte und Gemeinden im Zusammenhang mit der jährlichen Finanzierungsrunde zu bezahlen haben, ist ein Menge.
00:34:22: Und da muss man auch mal den Bürgerinnen und Bürgern, da muss man den Bürgermeistern und den Stadtverordneten und Gemeindevertretungen sagen, Dankeschön, dass wir alles in so einer, wie soll ich mal sagen, gemeinschaftlichen Aufgabenbewältigung.
00:34:35: erledigen.
00:34:36: Und da gibt es überhaupt keinen Vertun.
00:34:38: Da steht jetzt keine Gemeinde auf.
00:34:39: Die sagt, ich will das aber nicht bezahlen oder so.
00:34:42: Natürlich sind die alle sehr beansprucht mit diesen Geldern.
00:34:45: Aber alle stehen dafür, dass ihre Kinder in und dass das alles funktioniert.
00:34:49: Genau.
00:34:49: In Sachen Schülerbeförderung und auch in Sachen Schulkosten oder Bildungskosten sind da immer alle dabei.
00:34:55: Ist das eine Besonderheit bei euch im Kreis?
00:34:57: Also erlebt ihr das in anderen Kreisen?
00:35:00: Falls man hört ja immer mal so ein bisschen was.
00:35:03: Mehr Diskussionen gibt und sagen wir auch das, ja auch letzten Endes auch, dann sind auch die politischen Vertreter ja eine Zielgruppe unseres Podcasts, um auch da nochmal für Dank, aber auch für Verständnis zu sorgen.
00:35:17: Aber Anu, du hast das jetzt gerade so betont.
00:35:19: Ist das eine Besonderheit bei euch?
00:35:20: Naja,
00:35:21: was heißt eine Besonderheit?
00:35:22: Es ist einfach so, wir haben ja natürlich die politischen Gruppen haben sich ja stark vermehrt.
00:35:27: Wir haben kleine politische Splittergruppen, die die mit wenigen Prozentpunkten in die Gemeindevertretung einziehen.
00:35:34: Wir haben ja, also es ist ja so wie früher, dass da nur drei Parteien sind oder so, sondern es sind ja jetzt mittlerweile zum Teil in den Stadtfahrtenversammlungen fünf, sechs, sieben, acht.
00:35:44: verschiedene politische Gruppierungen, die dann eine Mehrheit auch herbeiführen müssen.
00:35:49: Und unsere Erfahrung, und die Christine hat es ja auch gesagt, also im Reikau-Taunus-Kreis Gott sei Dank an dieser Stelle, was diese Bildungsthemen angeht und auch was ÖPNV angeht.
00:35:58: gab es bisher eine relativ große Einigkeit.
00:36:02: Und natürlich ist es so, dass die die Finanzen, die öffentlichen Finanzen, die sind zunehmend angespannt.
00:36:07: Auch unser Budget steht unter einem gewissen Sparvorbehalt.
00:36:11: oder ja und Kristinas ja auch wahrscheinlich.
00:36:14: Und ja, aber trotzdem ist es noch sehr, sehr viel möglich.
00:36:18: Und ja, und ich finde, das ist toll, weil bei PNV auch der Schülerverkehr und überhaupt Bildung, das sind eben alles Gemeinwesen Aufgaben, die die unser Land und unseren Kreis auch lebenswert machen und uns auch auszeichnen vielleicht vor anderen Ländern.
00:36:35: Und ja, wir haben an vielen Stellen, haben wir was zu verbessern.
00:36:39: Wir müssen die Bürokratie abbauen.
00:36:41: Wir müssen viel stärker wieder in das Wirtschaftswachsum kommen und so weiter.
00:36:45: Wir müssen unseren Staat wieder flott machen und wir müssen vielleicht auch ein bisschen aus dieser Anspruchs, aus diesem reinen Anspruchsdenken rauskommen, zu sagen, wir brauchen mehr, wieder mehr Tatkraft und auch ein bisschen mehr.
00:36:57: Einsatzfreude des Jedes Einzelnen, aber insgesamt, wie du es vorhin schon gesagt hast, wir sind ja, wir leben in einem Land mit hohen Standards und mit einer guten, guten Grundversorgung der Bevölkerung.
00:37:10: Christina, da würde ich, das was auch nur jetzt gerade gesagt hat, mit dieser Verantwortung, ja auch mit einer möglichen Eigenverantwortung, da würde ich gerne Und wir kommen jetzt so langsam zum Abschluss dem Ball nochmal an dich geben.
00:37:24: Wo endet eigentlich so die Verantwortung der Schulträger?
00:37:26: Und wo fängt die der Eltern an?
00:37:28: Ja, das ist ein ganz großes Thema.
00:37:31: Ich sage mal, die Eltern haben immer eine Grundverantwortung.
00:37:34: Und das kann man auch nicht an den Schulträger abgeben oder an die Schule.
00:37:38: Aber es ist natürlich so, dass wir so viel wie möglich versuchen, allen Eltern im Rheingau-Tornus-Kreis das auch so leicht wie möglich zu machen.
00:37:45: Also zu unterstützen an der Stelle, wo es vielleicht Unterstützungsangebote benötigt.
00:37:50: Ja, das sind oft natürlich Einzelfälle, wo wir dann auch noch mal ein bisschen mehr drauf gucken.
00:37:58: Aber im Großen und Ganzen ist gerade beim Thema Schule natürlich auch immer das Elternteil zu Hause noch mal gefragt.
00:38:04: Mit dem Ganztag und sämtlichen Angeboten, die ja über den Bund, über das Land auch in die Kommune kommen, ist das natürlich abgedeckt.
00:38:12: Ich sage mal, ein Großteil des Tages ist tatsächlich für die Eltern durchorganisiert, wenn sie es denn nutzen wollen.
00:38:17: Und da ist es... Ja, trotzdem wichtig, dass man als Elternteil sich auch bewusst ist, was das eigentlich für eine komfortabler Lage ist.
00:38:23: Also wir haben wirklich die Möglichkeit, als Elternteil Familie und Beruf zum Beispiel durchaus unter einen Hut zu bringen.
00:38:32: Und das auch in einem ländlich geprägten Landkreis.
00:38:36: Vielleicht sagst du noch mal, Christida, wir haben ja noch gar nicht gesprochen.
00:38:40: Es gibt ja eine Zäsur.
00:38:41: jetzt zum Schuljahreswechsel, hier im Sommer beginnt ja dieser gesetzliche Anspruch auf die Ganztagsschule für die Grundschulen.
00:38:51: Sag doch mal, da habt ihr doch schon unheimlich viel vorgearbeitet und auch schon einiges organisatorisch auf den Weg gebracht.
00:38:57: Vielleicht kannst du da noch mal unseren Eltern und Zuhörern draußen sagen, was kommt auf.
00:39:01: euch zu oder auf uns zu.
00:39:03: Genau, das ist natürlich auch ein Riesenthema.
00:39:06: Rechtsanspruch, Ganztag, ab der Zeit der Schuljahr.
00:39:10: Wir haben da sehr vorgearbeitet, aber schon die letzten Jahre ist der Landkreis da sehr gut aufgestellt.
00:39:15: Viele Schulen arbeiten bereits schon seit Längeren im sogenannten Profil II.
00:39:19: Das heißt, es gibt Betreuungshalten bis mindestens in den letzten Jahren und an vielen Schulen auch darüber hinaus.
00:39:25: Es gibt das warme Mittagessen an Schulen und jetzt arbeiten wir daran, dass wir ganzheitlich bis hin standardisieren, dass an den Schulen quasi die Angebote alle auch eine pädagogische und eine erzieherische Qualität haben.
00:39:38: Das war natürlich auch vorher an den Schulen, wo der ganzen Tag schon war auch der Fall.
00:39:41: Aber jetzt steigen auch noch drei Schulen mit ein im Sommer.
00:39:44: Dann können wir überall den Rechtsanspruch erfüllen.
00:39:47: Und die Eltern haben nicht nur, ich sage mal, ein sogenanntes Auffangbecken für ihre Kinder, sondern natürlich auch wirklich ein verlässliches, hochpädagogisches und wirklich gut rhythmisches Angebot.
00:39:58: Und das wächst ja auf, jetzt fängt jetzt an, dieser gesetzliche Anspruch, der fängt jetzt mit den ersten Klassen an, nach den Sommerferien und steigt dann bis zur Klasse vier die nächsten Jahre an, sodass dann auch die komplette Schulgemeinde einer Grundschule in diesem Ganztagsprogramm sich wiederfindet.
00:40:17: Genau, also wir haben durchaus schon Schulen, die auch schon in mehreren Jahrgängen arbeiten, aber ab dem nächsten Jahr oder ... Ich sage immer, ab dem nächsten Jahr, das ist ja schon das nächste Jahr, ab dem Sommer.
00:40:26: Nächste Schuljahr.
00:40:26: Genau, ab dem nächsten Schuljahr haben dann die Ersklästler oder die Eltern der Erskläster den sogenannten Rechtsanspruch.
00:40:32: Das heißt, wir müssen als Schulträger auch was anbieten.
00:40:36: Ja, also, du siehst, wer geht zu, jetzt kommen wir mal einen kurzen Rückblick zu unserer Zeit, ne?
00:40:42: Da gab es weder das verlässliche Mittagessen noch die bei uns nicht.
00:40:47: Da, das Verlässliche Mittagessen gab es zu Hause.
00:40:50: Ja, ja,
00:40:51: ja.
00:40:53: Das stimmt.
00:40:53: Bei uns hat die Oma gekocht.
00:40:56: Wollte ich gerade sagen, da gab es noch, also wenn wir jetzt mal wirklich zurückgehen, dann wurde das in der Tat innerhalb der Familie geregelt, dass die Kinder mittags eine warme Mahlzeit hatten zu Hause.
00:41:07: Das war schon so, ne?
00:41:08: Ja, aber
00:41:08: die Zeiten haben sich verändert, ne?
00:41:09: Hat sich verändert, absolut.
00:41:11: Also, aber Christina, wenn der Arno doch mit mir mal zurückblicken möchte, kurz vor meinem sechstieschsten Geburtstag, hör mal den Ball, nehm ich doch sowas von auf.
00:41:20: Ich lasse euch spelgen.
00:41:22: Ich lasse euch spelgen.
00:41:24: Wir wollten sowieso als Service in diesem Podcast auch noch mal so ein paar Rezepte.
00:41:28: Wir haben ja festgestellt, dass wir beide gerne kochen.
00:41:31: Wir hatten eigentlich auch, ich weiß noch nicht, wie wir den Link hinkriegen vom Bus zur Rinderrolade, aber eigentlich hatten wir ja auch sowas mal vor, dass wir über das mal sprechen.
00:41:40: Bevor wir jetzt heute ganz abschweifen.
00:41:43: Und du hast natürlich recht, es zeigt nur auf die Ganztagsschulen, die werden dieses System noch mal weiter verändern.
00:41:50: Ich möchte euch beide aber gerne zum Abschluss fragen und Ladies First, gibt es etwas, liebe Christina, was du in diesem Podcast noch mitgeben möchtest.
00:41:57: oder sagst du, hey, man kann nicht alles streifen, aber das, was ich gerne gesagt hätte, habe ich heute gesagt.
00:42:04: Das, was ich gerne gesagt hätte, habe ich heute gesagt.
00:42:06: Ich habe mich sehr gefreut.
00:42:07: Vielen lieben Dank.
00:42:08: Ich denke, wir haben die Themen ganz gut dargestellt und ich hoffe, dass man so einen guten Einblick bekommen hat, was dann in Schülerbeförderung tatsächlich dahinter steckt und dass das nicht nur... Ich steige morgens in meinen Bus und steige wieder aus und das ist doch selbstverständlich ist.
00:42:23: Ich hoffe, dass du dem Rheingau-Trauneskreis in dieser Funktion noch lange, lange erhalten bleibst und dass jetzt keiner auf die Idee kommt, dich, weil du so ein hervorragender Podcast-Gast warst, abzuwerben und in ein Podcaststudio zu sperren für die nächsten zwanzig Jahre.
00:42:40: Ganz, ganz lieben Dank, dass du dabei warst.
00:42:42: Es war eins, ah, klasse.
00:42:44: Sehr gerne.
00:42:45: Ich habe dadurch aus meinen Gefallen dran gefunden.
00:42:48: Ja, und es zeigt mir wieder, dass es eine geniale Idee von uns war, einen solchen Podcast ins Leben zu rufen, weil wir mit diesem Podcast natürlich eine Menge Dinge erklären können, dauerhaft.
00:43:01: Du kannst ja die Folgen auch immer wieder anhören oder auch so einem späteren Zeitpunkt hören.
00:43:06: Das heißt, wir können eigentlich auch unsere interessierten Bürgerinnen und Bürger immer mal wieder hinweisen.
00:43:11: Da gibt es die Podcast-Volgehöhne, die wir an.
00:43:13: Also insgesamt ist das schon, glaube ich, eine ganz gute Idee.
00:43:16: Jetzt müssen wir noch sehen, dass wir diesen Podcast... noch ein bisschen Bekannter machen und noch mehr Leute sich
00:43:21: den anhören.
00:43:21: Ja, das wird ja.
00:43:22: die Christina ist ja garantiert auch so eine Influencerin.
00:43:26: Nebenberuflich
00:43:27: Influencerin, ja.
00:43:28: Meiner muss sich leider enttäuscht, ich arbeite noch dran.
00:43:32: Aber es ist schön, Christina und Arno, das glaube ich auch genau das, was du meinst.
00:43:35: Der Podcast kann viel, der hat einen riesen Potenzial.
00:43:38: Und natürlich ist es auch schön, Christina, dass du jetzt so ein guter Beweis dafür bist, dass Gäste, die in dem Podcast kommen sollen und da haben wir noch viel vor, Arno.
00:43:47: Dass die auch sehen, das ist locker, das ist unkompliziert.
00:43:50: Und man muss sich also nicht allzu sehr banger machen, davor, sich den Fragen von Arno und mir zu stellen, oder?
00:43:58: Ich empfehle euch weiter.
00:44:00: Sehr
00:44:00: gut.
00:44:01: Das wollte Arno hören.
00:44:02: Arno, hast du noch etwas, wo du sagst, Mensch, das muss in die Folge noch rein?
00:44:05: Nee, ich bin einfach, ich finde, dass das... dass dieses Thema, das begeistert mich immer mehr, aber es gibt eine Menge Themen, die mich begeistern.
00:44:15: Das muss ich leider einräumen.
00:44:16: Ich arbeite mit der Kristina an anderer Stelle auch noch an anderen Themen.
00:44:21: Und ich sage jetzt mal insofern, ich finde es super.
00:44:25: Also die Dinge sind einfach im Fluss.
00:44:28: Und wir können mit dem, was wir tun, mit der guten Energie, die wir haben, auch noch eine Menge verändern.
00:44:34: Wir setzen die Impulse und wir machen die Menschen ein Stück weit froh, sozusagen hier im Rheingartorneskreis.
00:44:40: Und das ist gut so.
00:44:42: Das ist wirklich gut.
00:44:44: Das ist gut.
00:44:45: Es gelingt über den Podcast und ich möchte aber auch diese Folge nochmal kurz zusammenfassen und nochmal dafür werben, dass Schülerbeförderung komplex ist.
00:44:53: Aber wie wir sehen, sinnvoll von verschiedenen Seiten organisiert und dass sie zum Eingang kommen, nicht nur diese Selbstständigkeit der Schüler auch fördert, sondern eben auch Bildung, auch Teil habe.
00:45:07: Wus-Schule habe ich vergessen.
00:45:09: Was hast du vergessen?
00:45:10: Die
00:45:10: Busschule habe ich vergessen.
00:45:11: Die
00:45:13: Busschule.
00:45:15: Wir haben eine Busschule.
00:45:17: Wo wir an Grundschulen fahren und im Rahmen von Gruppenunterricht und von besonderen Gruppenunterweisungen, die Kinder ans Bus fahren heran führen.
00:45:27: Und wo wir ihnen sagen, wie stehen Sie an den Haltestellen?
00:45:30: Was müssen Sie achten?
00:45:31: Was sind gefährliche Positionen?
00:45:33: Wie kann man im Straßenverkehr sich bewegen?
00:45:36: Wie fällt man sich im Bus, ohne dass der Busfahrer ein Krampf kriegt?
00:45:41: Was wissen die Eltern?
00:45:42: Also da fahren wir an die Schulen, an die Grundschulen natürlich.
00:45:46: die Eingangsklassen der weiterführenden Schulen und da bieten wir den Schulen auch noch, also Seminare oder Unterweisungen an.
00:45:54: Wir bringen einen Bus mit und die Kinder können am Bus sozusagen üben, einsteigen, aussteigen, wie und so weiter.
00:46:01: All das, ne?
00:46:02: Ja.
00:46:02: Ah, wie schön, dass das jetzt noch in die letzten drei Minuten hier noch reinkommt.
00:46:06: Das ist ja großartig.
00:46:07: Ja, so sind wir.
00:46:09: Toll,
00:46:10: toll.
00:46:10: Also auch noch ein Serviceangebot von euch.
00:46:12: Super.
00:46:13: Ja.
00:46:13: Sehr gut.
00:46:14: Und lernt man auch, dass man in der hintersten Bank sich bequem hinsetzen und Hausaufgaben abschreiben kann.
00:46:20: Die hinteren Bänke sind für die Schüler der weiterführenden Schulen eher so ein paar Kuschelbanken.
00:46:28: Das
00:46:28: ist die Kuschelbank.
00:46:32: Auch da, während der Erinnerung in Wachkristina, kannst du nicht mitreden.
00:46:37: An die hinterste Bank im Schulbus, da kann ich mitreden.
00:46:42: Also bitte.
00:46:44: Schreibt
00:46:44: das in unseren Redaktionsplan.
00:46:47: Wir machen auf jeden Fall, bevor dieser Podcast irgendwann aufhört, eine Folge zur hinteren Bank.
00:46:53: Natürlich.
00:46:54: Sehr gut.
00:46:56: Also, das machen wir.
00:46:58: Erlebnisse auf der hinteren Sitzbank.
00:47:00: Genau, ja.
00:47:01: Das ist eine gute Idee.
00:47:04: Schülerbeförderung ist mehr als ein Bus.
00:47:06: Es ist ein wichtiger Teil des Bildungsalltags.
00:47:09: Vielen Dank, lieber Arno.
00:47:11: Vielen Dank, liebe Christina, für die Einblicke.
00:47:14: Das war der Bus kommt, der Podcast der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft.
00:47:19: Und wenn Sie oder Ihr Fragen und Anregungen habt, schaut gerne auf unserer Website vorbei, schreibt uns an und vor allen Dingen abonniert diesen Podcast, damit Ihr keine Folge verpasst.
00:47:30: Gute Fahrt und bis zum nächsten Mal.
00:47:41: Abonnieren Sie uns gerne, damit Sie auch die nächsten Geschichten aus dem ÖPNV im Rheingau-Tornuskreis nicht verpassen.
00:47:47: Wir freuen uns, wenn Sie wieder rein hören.
00:47:49: Denn der Bus kommt ganz sicher.
00:47:52: Und jetzt sogar zum Hören!
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