#10: Hörer fragen, Experten antworten: Busfahren, Fahrpläne und die Zukunft des ÖPNV im Rheingau-Taunus
Shownotes
Wie wird man eigentlich Busfahrer? Warum zeigt die App manchmal keine Echtzeitdaten an? Welche Rolle spielen Künstliche Intelligenz und neue Antriebstechnologien? Und wie entscheidet man, ob eine Buslinie bleibt, verändert oder durch ein On-Demand-Angebot ersetzt wird?
In dieser Folge stellen die Hörerinnen und Hörer ihrer Fragen. RTV-Geschäftsführer Arno Brandscheidund Susanne Liewig, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, beantworten die Fragen der Fahrgäste.
Dabei geht es um den Weg zum Busführerschein, den Nachwuchsmangel in diesem Job und die besondere Rolle der Landesfachklasse für Busfahrer an der Beruflichen Schule Rheingau. Arno und Susanne erklären, warum der „Busdrucker“ ein echtes Herzstück der Kommunikation ist, sie sprechen über die Herausforderungen bei der Fahrplanplanung, die Gründe für das Auslaufen der Linie 265 und darüber, wie On-Demand-Angebote wie „Emil“ und „Taunusflex“ sinnvoll eingesetzt werden.
Und dann geht es auch um die Zukunft des ÖPNV in der Region:
- Wie helfen Echtzeitdaten, KI und videobasierte Zählsensoren, Busangebote besser zu planen?
- Welche Möglichkeiten gibt es, den Verkehr effizienter und klimafreundlicher zu gestalten?
- Warum setzt der Rheingau-Taunus-Kreis bei zukünftigen Ausschreibungen unter anderem auf HVO 100 als Übergangslösung auf dem Weg zu mehr Klimaschutz?
Eine Folge mit vielen Einblicken in die Schaltzentrale der RTV, ganz nah dran am Alltag der Fahrgäste.
Steigen Sie also gerne ein & hören Sie mit! Fragen, Feedback oder Themenwünsche: marketing@rtv-mail.de
RTV – Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft https://www.r-t-v.de
Host: Arno Brandscheid, Geschäftsführer der Rheingau-Taunus-Verkehrsgesellschaft mbH https://www.r-t-v.de/wer-wir-sind/
Produktion: STUDIO VENEZIA – the podcast company https://www.studiovenezia.de
Transkript anzeigen
00:00:02: Der Bus kommt, ganz sicher.
00:00:04: Und jetzt sogar zum Hören!
00:00:06: Hier ist der Podcast der Rheingau-Taunus Verkehrsgesellschaft mit spannenden Einblicken, Hintergründen und Geschichten rund um ihren ÖPNV im RheINGAU Taunus Kreis.
00:00:28: Hallo und herzlich willkommen bei einer neuen Folge von Der Bus Kommt.
00:00:31: Mein Name ist Susanne Diebig, ich bin bei der RTV zuständig für die Themen Marketing und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
00:00:37: Und darf heute Arno Branscheidt, Vorsitzenden der Geschäftsführung begrüßen!
00:00:41: Ja hallo Susanne Das ist schön, das ist immer so toll.
00:00:44: Wenn wir eine Podcast-Geschichte aufnehmen, dann sitzen wir in verschiedenen Büros auf der gleichen Etage.
00:00:50: Wir könnten eigentlich auch beieinandersitzen und ein schönes Gespräch machen aber die Technik und das Soll ja alles super professionell sein.
00:00:57: deswegen sitzen wir jetzt in unterschiedlichen Büroräumen.
00:01:00: Und Susanne wird jetzt heute sozusagen unseren Podcast moderieren.
00:01:04: Ja freue ich mich zu sagen.
00:01:05: Ich mich auch vielen Dank dafür!
00:01:07: Wir haben heute auch ne ganz besondere Aufgabe für euch und zwar hatten Einigen Wochen haben wir euch gefragt, euch Hörer sozusagen und auch über Social Media.
00:01:17: Was wolltet ihr denn schon immer mal über den ÖPNV hier im Rheingau-Taunuskreis oder die RTV also uns wissen?
00:01:23: Oder über die Busse?
00:01:25: Und Ihr habt uns zahlreiche spannende Fragen dazu geschickt.
00:01:28: Vielen Dank dafür.
00:01:28: erstmal!
00:01:29: Ja
00:01:29: das hat mich schon überrascht.
00:01:31: Ich habe gedacht wer will denn eigentlich was über Busse wissen aber es ist dann.
00:01:34: er hat gesagt Wir fragen jetzt mal unsere Kunden und unsere Interessierten und tatsächlich eine Menge Fragen eingegangen.
00:01:42: Ja, das wollten wir eigentlich auch so machen.
00:01:43: Das soll ja ein Podcast sein nicht von uns über uns sondern von uns sozusagen für die Fahrgäste und deshalb dachten wir uns... fragen wir euch einfach mal direkt!
00:01:54: Einige Fragen, die wir bekommen haben, haben wir auch direkt per E-Mail beantwortet und manche haben wir wirklich aufgehoben weil wir dachten sie sind wirklich spannend und interessant auch für andere viele von euch und deshalb möchten wir die jetzt gerne einfach mal in diesem Podcast stellen.
00:02:10: Und ja, hoffen dass ihr spannende Themen mitnehmt.
00:02:14: Wir hatten bei der Anfrage an euch hatten wir euch auch versprochen es gibt unter den ersten fünfzig Einsendungen verlosen wird zweimal zwei Karten für das Taunus Wunderland.
00:02:23: Das haben wir auch gemacht.
00:02:24: die Gewinner wurden zwischenzeitlich schon benachrichtigt und ich hoffe ihr habt Spaß dort.
00:02:29: Ja
00:02:29: dann starten wir jetzt direkt mit der erste Frage würde ich sagen oder
00:02:32: bitte
00:02:33: eine frage Die uns erreicht hat war wie lange dauert es eigentlich bis man einen bus fahren kann.
00:02:39: Wie lange dauert die Ausbildung an sich und findet die Ausbildung auch im Simulator statt?
00:02:44: Also das ist ja eine wichtige Frage, denn das ganze Thema des Fahrpersonals im öffentlichen Personennahverkehr sowohl was die Busse als auch die Schienenfahrzeuge angeht, wie wir es so sagen pflegen, das ist kritisch.
00:03:02: Das heißt uns fehlen diese Fachkräfte schon jetzt in der Zukunft bis zum Jahr.
00:03:07: im Jahr zwei Tausend Dreißig werden allein in Hessen zwischen sechs bis achttausend Busfahrerinnen und Busfahrern in den Ruhestand gehen.
00:03:14: Das heißt, wir haben tatsächlich die Notwendigkeit dass wir auch damit die Busse alle bewegt werden können wie im Rheingarn-Donskass.
00:03:23: Wir haben im Schnitt etwa hundertsechzig Busse täglich im Einsatz.
00:03:26: das heißt wir brauchen jeden Tag Hundertsechzig Fahrerinnen und Fahrer, die diese Busse bewegen.
00:03:33: Diese Fachkräfte sind rar und sind sehr knapp.
00:03:37: Und derzeit werden sie vielfach aus dem Ausland schon akquiriert und aus östlichen europäischen Ländern oder sogar bis hin nach Indien und anderen Ländern werden diese Fahrer zum Teil akquirieren.
00:03:51: aber ja wie wird man Busfahrer in Deutschland?
00:03:56: Wie immer ist Deutschland in seinen Vorschriften und in den in seinen Ausbildungsgängen ganz besonders gründlich.
00:04:03: Das heißt, wir brauchen also hier mehrere Monate Zeit.
00:04:09: es gibt einmal den den Quereinstieg für Busfahrer das heißt die haben vorher schon was anderes gemacht oder ähnliches und wollen jetzt einfach nur Die Genehmigung bekommen mit einem Bus zu fahren.
00:04:21: dann gibt es sozusagen quer einstieg.
00:04:23: der dauert so wie da dauert die ausbildung je nachdem wie schnell man da Zurande kommt zwischen zwei und sechs Monaten.
00:04:29: Und man erwirbt quasi die Führerscheinklassen D und DE, das ist die sogenannte beschleunigte Grundqualifikation für Berufskraftfahrer.
00:04:38: Das sind Hundertvierzig Unterrichtsstunden und mindestens eine IHK-Prüfung.
00:04:45: Und das ist so die verkürzte Geschichte.
00:04:49: Dann gibt es auch noch die reguläre Berufsausbildung duale Ausbildung genannt, die über drei Jahre in entsprechenden Fachbetrieben geht.
00:04:58: Also bei Busunternehmen und so weiter.
00:05:00: Und diese Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Personenverkehr oder zur Fachkraft im Fahrbetrieb, die dauert dann drei Jahre wie eine reguläre ansonsten andere Berufsausbildung auch.
00:05:12: Natürlich braucht man da als Voraussetzung schon entsprechende Vorbedingungen.
00:05:17: Zum Beispiel muss man für diesen Busführerschein wenigstens einundzwanzig Jahre alt sein, man braucht entsprechende gesundheitliche Eignungen, Seetests und so weiter.
00:05:28: Ausreichende Deutschkenntnisse, Eignung für Schicht- und Wochenendarbeit
00:05:32: usw.,
00:05:32: also all diese... und wir brauchen natürlich auch vorher schon mal einen Pkw Führerschein.
00:05:37: Das braucht man ja.
00:05:38: soweit erstmal so gut.
00:05:39: Gut
00:05:41: ich denke das beantwortet die Frage zumindest teilweise schon Mal.
00:05:44: dann wäre noch unklar wie das ist mit dem Simulator.
00:05:47: Kannst du uns dazu was sagen?
00:05:49: Natürlich.
00:05:49: Also das Thema Simulator ist natürlich jetzt eine große Geschichte, nachdem ja die Fahrschuländerung für den normalen Pkw-Führerschein... sind ja relativ neu jetzt, die sind im letzten Jahr glaube ich durch eine Gesetzesänderung bei den Standardfahrschulen für PKW eingeführt worden.
00:06:12: Das heißt man kann jetzt Fahrstunden auf verschiedene Weise nehmen einmal eben PKW wie bisher wo man dann neben dem Fahrlehrer sitzt und quasi durch die Landschaft fährt.
00:06:22: Und es gibt aber auch mittlerweile jetzt schon zugelassenen Simulatoren, wo man gar nicht das Haus verlassen muss.
00:06:28: Sondern da sitzt man quasi in einem Simulator, einem Fahrsimulator und macht die Fahrstunde sozusagen wenn man so will online Ja?
00:06:38: Das gibt es sicherlich auch schon in sehr fortgeschrittener Weise für Omnibus oder Kraft-Omnibuse Aber nur bei entsprechend großen und zugelassenden und akkreditierten Fahrschulen.
00:06:52: Also das heißt, man muss dann auch... Man kann ja diese Führerscheinausbildung grundsätzlich nur über eine anerkannte Fahrschule machen.
00:07:02: Natürlich muss man neben Simulator-Fahrstunden auch echte Fahrstunden machen.
00:07:07: Man muss mit so einem Bus wenden und im normalen Verkehr sich bewähren, ähnlich wie beim normalen PKW-Führerschlein ist also der Schwerpunkt der Ausbildung immer noch auf dem tatsächlichen Fahren mit dem Bus.
00:07:21: Wir brauchen in Deutschland nur das, was mal so gesagt hat der Führerschein.
00:07:26: Der Busführer Schein in Deutschland kostet zwischen fünfzehn und achtzehntausend Euro Und in Österreich kostete er ungefähr also weniger als die Hälfte.
00:07:36: nur dass wir es auch mal gehört hat.
00:07:38: und Ja in Deutschland braucht man ich glaube sixundneunzig Fahrstunden In anderen Ländern auch deutlich weniger.
00:07:46: Also wir sind da immer besonders gründlich und wir machen es besonders schwer.
00:07:49: Deswegen ist eben das Thema mit den Fachkräften auch so ein wichtiger Punkt.
00:07:54: Genau und das ist wahrscheinlich der Grund, warum es nicht einfach gesagt ist.
00:07:58: Dann brauchen wir halt mehr Busfahrer.
00:07:59: die wachsen ja nicht von den Bäumen sozusagen.
00:08:01: Es dauert eben seine Zeit bis man in der Lage ist einen jesigen Bus zu fahren.
00:08:05: Wir sind aber im Rheingau-Taunuskreis da sehr weit vorne was die Nachwuchsthematik angeht weil in der beruflichen Schule Reingau haben wir die Landesfachklasse für die entsprechende Ausbildung von Busfahrerinnen und Busfahrern.
00:08:22: Das heißt, aus ganz Hessen kommen im Blockunterricht sozusagen die jungen oder die Nachwuchsfahrerin und Fahrer in den Rheingau und machen dort ihre entsprechende fachliche theoretisch- berufsfachliche Ausbildung an der Berufsschule.
00:08:39: Und das ist natürlich für unsere Busunternehmen hier vor Ort ein Vorteil, weil die damit natürlich dann auch ihrer eigenen Fahrpersonale, die als Nachwuchs eingestellt werden oder geschult werden, natürlich ortsnah sozusagen in diesem Blockunterricht vermitteln können.
00:08:56: Das ist der einzige Standort in ganz Hessen?
00:08:58: Ja!
00:08:59: Sogar für manche, jetzt kommt sogar aus anderen Bundesländern.
00:09:02: Weil es gibt eben das Problem ist so in den Berufen wo es nicht mehr sehr viele Interessenten gibt kann man ja keine Fachklassen vollkriegen.
00:09:14: also das heißt wie haben wir eben gesagt?
00:09:15: Es gibt so wenig Nachfrage oder Bewerbungen für Busfahrer die sich ausbilden lassen wollen und deswegen sammelt man die Interessen aus dem ganzen Land und sogar aus Nachbarländern, damit man überhaupt eine Klasse von zwanzig, fünfundzwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer die überhaupt vollkriegt.
00:09:32: Soweit zum Führerschein.
00:09:34: Sehr schön!
00:09:35: Dann kommen wir zur nächsten Frage, die mit Sicherheit ganz viele Fahrgäste auch sich diese Frage schon mal gestellt haben nämlich Wir haben ja hier im Rheingau-Taunuskreis klassische Aushangfahrpläne.
00:09:46: Da sieht man eben die Soldaten drauf sozusagen also wann der Bus denn abfahren soll.
00:09:52: Und wenn ich wissen möchte, ob der Bus pünktlich ist oder ob er Verspätung hat dann kann ich mit Hilfe der RMV-App mir entsprechend anzeigen lassen.
00:10:02: Wie ist denn das jetzt mit der aktuellen Verbindung?
00:10:05: Manchmal ist es so dass ich sehe... Der Bus soll um ich sage jetzt mal sieben Uhr und dreißig kommen und er kommt auch super pünftig!
00:10:13: Das freut mich natürlich als Fahrgast.
00:10:15: aber manchmal ist es auch so, er soll um sieben uhr und dreizig kommen.
00:10:18: Und wie kann das sein, dass es mal stimmt und mal nicht stimmt?
00:10:26: Ja.
00:10:27: Das ist ein für die Fahrgäste natürlich wichtiges und auch nachvollziehbares Phänomen oder Thema.
00:10:34: Für uns in der in der Fahrpraxis, in der täglichen Fahrpraxis ergeben sich wirklich eine Menge Hindernisse, die manchmal dem gewünschten Ergebnis entgegen stehen.
00:10:46: also ja wir haben die V app wo die ganzen Verbindungen drin stehen, da kann man ja auch die Tickets drüber buchen im Zweifel und so weiter.
00:10:55: Wir haben aber auch den DB Navigator.
00:10:58: das ist ähnlich von der deutschen Bahn rausgegeben.
00:11:01: also alle Apps haben.
00:11:03: im Grund genommen gibt es verschiedene Anbieter Aber alle Apps sind ein oder mehreres gemein.
00:11:08: Sie bilden die aktuellen Fahrpläne für eine bestimmte Region ab wenn ich was suche Und sie sagen wann kann ich eigentlich mit welchem Bus wohin fahren?
00:11:16: oder mit welchem Zug wohin fahren?
00:11:18: und in aller Regel bieten diese Apps auch die Information, ob dieser Bus pünktlich ist oder ob es irgendwelche Störungen im Betrieb gibt.
00:11:29: Diese Daten müssen aber ja irgendwo herkommen.
00:11:32: das heißt wir also alle diese Apps egal ob sie jetzt vom Rhein-Main Verkehrsverbund sind oder von anderen Anbietern greifen auf Datenplattformen zurück, die sozusagen gefüttert werden müssen.
00:11:45: Das heißt, jedes Verkehrsunernehmen oder jeder Verbund oder jede lokale Nahverkehrsgesellschaft sendet ihre Verkehrsdaten.
00:11:56: Ihre live gewonnenen echtzeitgewonnen Bus-Verkehrsdate in digitalerweise an einer Plattform und wenn alles funktioniert steht auf dieser Plattform dann immer regelmäßig zur Verfügung.
00:12:10: wo ist jetzt gerade dieser Bus?
00:12:12: Also ist er im Plan kommt derzeit nicht korrekt und so weiter.
00:12:16: Und dann wird er auch immer wieder, werden diese Anzeigen in den Apps auch entsprechend aktualisiert und sinnhaft fortgeführt sozusagen.
00:12:23: So jetzt ist aber dieser.
00:12:26: diese Plattform muss befüllt werden mit diesen Echtzeit Fahrdaten.
00:12:32: Diese Echt Zeit Fahrdagen die kommen aus den IT-Bussystemen.
00:12:41: Das heißt in den Bussen gibt es einen Zentralrechner, der für diese Gesamtkommunikation verantwortlich ist.
00:12:49: Und dieser Zentral-Rechner befindet sich weit überwiegend im sogenannten Busdrucker also in dem Gerät das wenn man einsteigt und man will einen Fahrschein lösen und wenn man zahlt Geld
00:13:02: usw.,
00:13:04: in diesem in dieser Kasse sozusagen in diesem Gerät die gesamte oder weit überwiegende Systemtechnik für diesen Bus in der Kommunikation auf die Datenplattform untergebracht.
00:13:17: Okay,
00:13:18: ja so weit gut.
00:13:19: und wenn jetzt aber dieser Drucker gestört ist?
00:13:23: Oder wenn der Busfahrer weil er in Ermangelung von Einweisungen oder Sachkenntnis ich hatte gesagt viele Fahrer kommen wo ganz andersher zum Teil aus dem Ausland Die sind mit den Tarifsystemen nicht so vertraut und so weiter.
00:13:37: Wenn die also den Busdrucker mit ordnungsgemäß bedienen oder wenn da ein anderer technischer Defektor ist, dann werden diese Echtzeitfahrt-Daten nicht ordnumsgemäß übermittelt an dieser Plattform.
00:13:51: Und in dem Moment wo sie nicht ordnisgemäß übermittelt werden können Sie auch nicht ausgewertet werden und können keinen Niederschlag finden in den jeweiligen Apps?
00:14:01: So!
00:14:03: Das ist also dann der Punkt, wenn ich in der App sehe.
00:14:05: Ich seh nur diese schwarze oder dunkelblaue Zahl sieben Uhr fünfunddreißig.
00:14:09: und beim Beispiel zu bleiben aber nicht in grünen sieben uhrfund dreißig oder in rot sieben um drei vierzig sondern einfach nur die schwarzen eins gezahlt.
00:14:17: die schwarz Zeit ist dies rollzeit das heißt dass es die geplante zeit so der der bus fahren soll.
00:14:23: die ist ja die laut verplant die is ja immer die ist hier immer da.
00:14:27: das heißt der verplant ist ja bekannt.
00:14:29: Das heißt, da ändert sich ja normalerweise auch nichts dran.
00:14:32: Das ist das eine!
00:14:34: Jetzt gibt es aber noch andere Ursachen.
00:14:38: also ich sage jetzt mal... Also leider ist es so dass diese Bustrucker nicht einheitlich sind in Deutschland.
00:14:45: Es gibt verschiedene Hersteller dieser Busdrucker und diese Busdrucker werden in einem Bus auf einer Aufnahmeplatte montiert.
00:14:55: Wenn jetzt also ein Bus in eine Werkstatt geht weil er in eine Inspektion muss, dann geht er in aller Regel mit diesem Bustdrucker in die Werkstatt oder aber der Bust-Drucker wird rausgenommen und wird auf das Reservefahrzeug verpflanzt oder angebracht.
00:15:12: Das geht aber nur wenn dieser Bus diese Reservebus auch die gleiche Aufnahmeplatte hat wie der Bus fährt.
00:15:21: Und es kostet wahrscheinlich Zeit ne?
00:15:23: Das heißt wenn ich jetzt merke der Bus ist defekt Artok sozusagen, kann ich wahrscheinlich nicht einfach eben mal den Drucker mitnehmen zum anderen Bus?
00:15:30: Nein und das kommt dazu.
00:15:32: Und wie gesagt, also häufig ist es einfach so dass diese Busunternehmen in verschiedenen Landkreisen und in verschiedenen Beförderungsregionen ihre Busse einsetzen.
00:15:44: Ich sage jetzt mal bei uns
00:15:45: z.B.,
00:15:46: im Maintaunus oder im Hochtaunuss oder in Wiesbaden oder so.
00:15:50: dort sind aber unter Umständen andere Druckersysteme im Einsatz So, wenn jetzt ein Fahrzeug aus Wiesbaden mit einem anderen Druckersystem im Rheingau-Taunuskreis fährt dann kann er keine Echtzeitdaten auf unser System übermitteln.
00:16:07: Das heißt es gibt eine Menge Hindernussgründe verschiedenster Natur die dazu führen können dass am Ende diese Daten die gebraucht werden um in der App die Information abzubilden nicht geliefert wird.
00:16:20: Und noch eins, wenn der Drucker nicht richtig funktioniert oder wenn gar kein richtiger Drucker im Bus ist dann kriegt er Busfahrer auch keine automatische Fahrziel.
00:16:30: Information, das heißt wo ist die nächste Haltestelle wie Bus erfahren.
00:16:33: Das muss er dann alles aus dem Kopf erledigen.
00:16:36: Er bekommt auch die automatisierte Halteställenansage an jeder Haltstelle nicht automatisch.
00:16:42: also das hängt alles mit dem Drucker zusammen.
00:16:44: und auf vorne die Linienanzeige im Bus weil der Linie ist es, wo fährt er eigentlich hin?
00:16:49: All das findet nicht statt wenn der Drucker nicht ordnungsgemäß bedient wird oder nicht ordnungsemiß funktioniert für einen anderen Drucker ursprünglich vorgesehen ist, weil er als Reserve eingesetzt wird und so weiter.
00:17:02: Und dann kommt noch eins!
00:17:05: Wir haben natürlich jeden Tag immens viele Fahrplanänderungen durch Baustellen in den Orten durch Wasserrohrbrüche oder weil plötzlich Glasfaser verlegt wird.
00:17:18: Oder weil irgendwie Hessen Mobil eine Straßenninstanzsetzung macht und so weiter, ne?
00:17:24: Und wir Umleitungsstrecken ausschildern müssen.
00:17:27: Haltestellen werden verlegt usw.
00:17:29: Das alles führt auch zu Störungen in den Solistabweichungsbetrachtungen, weil dann auch plötzlich der ursprünglich eingespeiste Fahrplan dahinterlegt ist ja auch nicht mehr stimmt.
00:17:44: Also es gibt eine Menge Systemvariablen, die am Ende dazu führen können dass eben diese gewünschte aktuelle Information der Fahrgäste gestört wird.
00:17:55: Ja das klingt ziemlich komplex und vielfältig.
00:17:58: also kurz zusammengefasst könnte man fast sagen, dass der Drucker wirklich das Herzstück der Kommunikation ist?
00:18:03: Naja im Bus auf jeden Fall da sitzt halt oft die Systemtechnik drin nicht immer aber sehr oft um bei uns auf jeden fall in unseren Hundertsechzig-Bussen.
00:18:14: So, und dann kommt ja noch dazu wie gesagt also die menschliche Komponente.
00:18:18: wir haben halt viele ausländische Busfahrer die mittlerweile auch schon Probleme haben Fahrscheine zu verkaufen.
00:18:26: In der Kundenkommunikation mit dem Kunden dann auch.
00:18:29: Also es gibt vielfältige Themen und Probleme.
00:18:32: aber ich darf sagen man ist dabei die Dinge mehr zu vereinheitlichen Auch die Blattfarben, Bedingungen und so weiter.
00:18:41: Man ist jetzt dabei auch mit künstlicher Intelligenz mittelfristig also da gibt es eine große wichtige Arbeitsgruppe beim RMV, die sich mit der Kundenkommunikation und genau mit dieser Thematik beschäftigt.
00:18:52: man hat das erkannt, man weiß dass das unbefriedigend ist und man arbeitet daran, diese Dinge zu verändern.
00:18:59: Und jetzt kommt noch eins... Es gibt ja auch die Situation, dass das gar nichts mit dem Busdrucker zu tun hat, sondern ich sage mal es gibt auf der Strecke Probleme.
00:19:09: Also sagen wir mal, der Busfahrer hat seinen Busdrucker ordnungsgemäß eingeschaltet, er funktioniert auch.
00:19:15: Jetzt ist auf der Strecken Unfall.
00:19:17: Jetzt steht er eine Stunde im Stau oder aber der Bus hat einen Defekt und er fällt aus.
00:19:23: Diese Meldungen muss das Unternehmen sozusagen händig an die Zentrale, eine Ausfallzentrale melden.
00:19:34: Wenn das aber ein kleineres Bus unternehmen ist dann sitzt der Busfahrer, da sitzt vielleicht der Chef selbst am Steuer Und er kann diesen Ausfall eigentlich erst melden, wenn der wieder im Büro ist.
00:19:44: Ja ja das macht Sinn.
00:19:45: Oder vielleicht hat er im Wissbataal kein Handy empfangen oder wie auch immer.
00:19:49: also es gibt auch diese Art von Verzögerungen.
00:19:52: warum dann Echtzeitdaten nicht geliefert werden können?
00:19:55: Oder nehmen wir mal an es ist jetzt hier eine Schneekatastrophe.
00:19:59: Also was weiß ich, wir haben hier im Untertaunus überall zehn-fünfzehn Zentimeter Schnee.
00:20:04: Alle Busse melden plötzlich sie können nicht fahren.
00:20:06: Dann kommt auch bei dieser Zentrale, bei dieser Leitzentrale die dann diese händig eingehenden E-Mail oder SMS Meldungen in dieses System einzugeben hat, kommt es auch zum Stau kann auch nicht alles gleichzeitig eingegeben werden.
00:20:20: also das heißt es gibt verschiedene Dinge die das hemmen oder hindern können.
00:20:24: okay Gut, das war auf jeden Fall schon mal ein guter Einblick und eben hattest du auch selbst schon von KI gesprochen was uns direkt zur nächsten Frage bringt.
00:20:35: Die da nämlich lautet welche Rolle denn überhaupt KI-und Echtzeitdaten bei der Planung und Steuerung des Busverkehrs spielen?
00:20:43: Und ob diese Technologien heute schon dabei helfen Verspätungen zu vermeiden Anschlüsse besser zu koordinieren oder eben auch den Fahrplan zu optimieren.
00:20:51: und mit verbunden ist natürlich die Frage wie wird es denn in Zukunft sein?
00:20:56: Naja, also wie gesagt über die jetzigen aktuelle Situation und die möglichen Störquellen habe ich ja eben jetzt sehr ausführlich Rede- und Antwort berichtet sozusagen.
00:21:07: Für die Zukunft ist natürlich so dass die KI hier natürlich auch immer mehr Einzug halten wird.
00:21:12: künstliche Intelligenz das heißt die Verarbeitung der Rohdaten die geliefert werden das sind ja... Also wenn wir Hundertsechzig Busse im Einsatz haben und alles funktioniert dann werden ständig GPS-Echtzeitfahrdaten auf einen Zentralrechner gespielt.
00:21:31: Das sind ja Zehntausende von Datensätzen, die dort hineingehen.
00:21:37: Diese Echtzeitfahrdaten übermitteln ja nicht nur die Uhrzeit sondern sie übermittlen ja auch zum Beispiel die Haltestelle.
00:21:46: also zum Beispiel ist er zur richtigen Zeit an der Haltstelle gewesen wo er eigentlich sein sollte.
00:21:52: Das ist, weil die Haltestelle hat ja eine GPS-Koordinate.
00:21:56: D.h.,
00:21:57: die Haldestelle ist verortet, GPS technisch verortert und man weiß wenn der Bus jetzt genau da ist dann ist er an der Haltstelle.
00:22:04: Und natürlich kann über KI diese Datenmenge die erzeugt wird wesentlich schneller und zuverlässiger, ausgewertet, analysiert.
00:22:14: Und entsprechend sagen wir mal dem Nachgang ausgewärtet werden.
00:22:18: also insbesondere wenn es darum geht zum Beispiel unsere Malusabrechnungen mit den Unternehmen zu machen.
00:22:23: Die Busunternehmen bekommen ja wenn sie selbst schuldhaft ihre vertraglichen Verpflichtung nicht eingehen von uns eine Geldstrafe.
00:22:31: Also wer zb zu früh an einer Haltestelle abfährt oder eben schuldhaft Verspätungen verursacht, dann muss der Busunternehmer dafür einen sogenannten Vertragsmalus bekommen.
00:22:46: Und um solche Dinge bisher abzurechnen, muss sehr aufwendig mit der Hand in die Dateien eingegriffen werden.
00:22:54: Da muss geguckt werden – das kann natürlich in Zukunft diese Qualitätsüberprüfung.
00:22:59: Das wird in Zukunft mit Sicherheit eine KI machen.
00:23:02: Da wird man genau sehen können, an welchem Tag hat der Bus zu früh abgefahren oder zu spät?
00:23:10: Oder wie auch immer!
00:23:11: Das wird sicherlich die KI in Zukunft.
00:23:13: relativ zeitnah schon lösen können.
00:23:16: Und natürlich ist ein großes Mango auch, dass wir im Busverkehr was unsere Planung angeht gar nicht wissen wie viele Menschen sitzen denn eigentlich auf welcher Strecke zu welche Zeit in den Bussen.
00:23:29: Wir wissen ja eigentlich gar nicht, wie ausgelastet sind denn unsere Busse.
00:23:33: Deswegen machen wir gerade im Rheingau-Taunus-Kreis mit dem Smart Traffic Management Projekt die Situation, dass wir alle oder die wesentlichen Busse auf den Hauptstrecken mit sogenannten videobasierten Zählsensoren ausstatten sodass zukünftig wenn das alles umgesetzt ist, wir genau wissen wann und wie viele Menschen auf welcher Strecke zu welchen Zeiten im Bus sind.
00:23:56: Und damit wissen wir natürlich, wie ist die Nachfrage?
00:23:58: Brauchen wir da eigentlich einen Vierzig-Sitzerbus oder würde uns vielleicht im Durchschnitt ein Zwanzigsitzerbuss reichen.
00:24:05: Oder wie angenommen sind denn bestimmte Uhrzeiten und Angebote?
00:24:09: Können wir die Bus... brauchen wir eigentlich die Busfahrt noch nachts bis um dreiundzwanzig Uhr oder sowas?
00:24:15: Weil es geht ja auch immer um die Frage Wie setzen wird die begrenzten Finanzmittel ein Um einen möglichst optimalen Busverkehr für die Bürgerinnen und Bürger in den Traunuskreis sichert zu stellen.
00:24:26: Das Geld wird ja nicht mehr, wir haben jedes Jahr sechshundert bis achthunderttausend Euro automatische Kostensteigerung im Flation Sachkosten, Personalkosten die steigen und das Geld dass der Rheigatorniskreis insgesamt zur Verfügung stellt wird mit mehr.
00:24:39: also wir müssen immer optimieren und da hilft uns natürlich diese Technologien können uns in der Zukunft da natürlich dabei helfen Anschlüsse besser zu planen Auslastungen besser und Linien besser zuplanen.
00:24:52: selbstverständlich klar
00:24:54: Sehr schön.
00:24:56: Jetzt ist es heute gerade, ist jetzt für den Zeitpunkt der Ausspielung der Podcastfolge vielleicht gar nicht mehr so relevant aber heute ist es von den Temperaturen her noch in Ordnung.
00:25:06: morgen und übermorgen sollen wir wieder deutlich über thirty-five Grad haben.
00:25:09: Wir haben jetzt ganz viele Wochen auch gehabt wo's wirklich heiß war.
00:25:12: Insofern überrascht die nächste Frage nicht Die Frage wie viel CO² spart denn der ÖPNV?
00:25:18: Und welche Antriebe werden in Zukunft mehr genutzt?
00:25:21: Zum Thema Klimatransformation hatten wir ja schon eine eigene Podcastfolge auch.
00:25:26: Aber vielleicht kannst du zu der Frage die zugegebenermaßen etwas allgemein gehalten ist, aber vielleicht noch mal was sagen?
00:25:33: Aber gar nicht!
00:25:33: Das ist ein Thema das uns in den nächsten Jahren den Rheigau-Taunus-Kreis und andere Landkreise und Kommunen beschäftigen wird.
00:25:41: Wir haben ja die gesetzliche Verpflichtung durch das Saubere Fahrzeugbeschaffungsgesetz sozusagen in der Zukunft alle neuen Ausschreibungen sozusagen zunehmend klimaneutral auszustatten.
00:25:53: Das bedeutet, es wird einen Wandel geben von den jetzt überwiegenden Dieselbetriebenen oder verbrennerorientierten Busbetriebsfarm hin zu einer Energie- oder Klimaneutralen Form entweder Wasserstoff oder Elektrobetrieb und diese Geschichte werde uns in die nächsten Jahren auf jeden Fall im Rheingau-Taunuskreis begegnen treffen müssen.
00:26:16: und jetzt ist es so.
00:26:18: Derzeit fehlt es uns natürlich auch noch an der grundsätzlichen Ladeinfrastruktur, aber auch an der Netzverfügbarkeit um überhaupt diese hundertsechzig Busse alle mit Strom versorgen zu können.
00:26:29: Ich sage jetzt mal einen Busbetriebshof wo fünfzig Buses stehen.
00:26:32: ich habe das glaube ich in der anderen Folge schon einmal gesagt er braucht etwa den Strom einer Kleinstadt von fünfzehntausend Einwohnern.
00:26:39: Das heißt dass alles ist nicht so ohne weiteres sofort umsetzbar sondern bedarf einer wirklich längerfristigen und sehr intensiven Planung und Vorarbeit.
00:26:49: Aber was?
00:26:50: Jetzt ist es so, dass im Grunde genommen kann man sagen der Bus, wenn er Diesel, das sind ja überwiegend Diesel-Busse die derzeit im Einsatz sind, dass diese Busse in aller Regel pro Kilometer etwa zweiundneinzig Gramm CO² ausstoßen.
00:27:07: Das ist schon mal einiges Ja!
00:27:09: Und diese zweiundnäunzig Gramms sind bezogen auf den Fahrgast auf eine durchschnittliche Besetzung eines Buses im Fahrgas, also der vordurchschnittlichen Besetzung mit Fahrgästen.
00:27:19: Da sagt man in etwa, dass der Durchschnitt ist, das ist der Nahverkehrsbus pro Fahrgaster pro Kilometer etwa bezogen auf die Personen, die in den Bus befördert werden.
00:27:31: Ausstößt der PKW wo dann vielleicht nur einer oder zwei drin sitzt.
00:27:35: Der hat hundertsechzig Gramm.
00:27:37: also das heißt man geht davon aus dass in diesen größeren Gefäßen weil eben mehr Menschen in diesem Bus gleichzeitig sitzen.
00:27:44: Der anteilige CO-Zwei Verbrauch bezogen auch die Beförderte Personenmenge niedriger ist als im Einzelpkw.
00:27:52: So, im Zug ist es noch niedriger.
00:27:54: Da wären's neunundvierzig Gramm und das ist aber natürlich nur unter der Annahme, dass die entsprechenden ÖPNV-Angebote auch entsprechend tatsächlich ausgelastet sind.
00:28:04: Wenn jetzt nur ein einziger Fahrgast in einem großen vierzig Personenbus sitzt dann ist natürlich die CO² Belastung höher wie mit dem privaten PKT.
00:28:16: Aber eins ist auch klar ein durchschnittlicher Bus im Landverkehr, bei uns verbraucht am Tag zwischen achtziger und hundert Liter Diesel.
00:28:25: Wenn er entsprechend, sagen wir mal, zu einer Fünfzig-Dreinheit Kilometer unterwegs ist nach dem.
00:28:33: Das heißt es ist schon eine ganz schöne Menge.
00:28:35: Bei Hundertsechzig-Bussen die jeden Tag unterwegs sind kommt da schon einiges an Diesel zustande und natürlich auch entsprechend CO² Belastung.
00:28:43: Und deswegen macht das auch Sinn die langfristig diese Busse eben auch auf klimaneutrale Antriebe umzustellen.
00:28:51: Jetzt haben wir im Rheingau-Taunus-Kreis aber bisher noch keine elektrifizierten Linienverkehrsbusse im Einsatz eben aus besagten Gründen, weil wir diese Infrastruktur noch nicht haben.
00:29:02: Die Ladetechnik die Busbetriebshöfe und so weiter noch nicht Haben nun natürlich auch die Fahrzeuge noch nicht habe.
00:29:07: So und deswegen überlegen wir bei der jetzt anstehenden Ausschreibung neue Bus verkehren Auszuschreiben die jetzt zum ersten Januar achtundzwanzig in Betrieb gehen hat Der Kreistag des Rheinger Taunuskreises zum Beispiel beschlossen dass wir diesen biologisch erzeugten diesel Ersatztreibstoff HVO-Ainhundert zur Ausschreibung bringen und damit etwa neunzig Prozent der bisherigen Dieselemissionen mit dem Einsatz dieses neuen Treibstoffs reduzieren.
00:29:39: Ach so, das wird jetzt bei der nächsten Ausschreibung?
00:29:42: Wie viel Bus betrifft es dann da?
00:29:43: Ja, das wissen wir noch nicht genau weil ja die Angebote, die werden erst die Ausschreiben findet als Stadt aber sind vielleicht, um die fifteen, sechzehn, siebzehn Busse wahrscheinlich.
00:29:58: Die da betroffen sein werden in diesen Bündeln und wenn die dann alle HVO einhundert tanken Dann haben die halt weniger CO-Zweiausschuss deutlich weniger CO Ausstoß Man sagt etwa zehn Prozent von dem normalen CO-zweiausstoß Und das ist also seit neunzig Prozent des herkömmlichen CO Zwei ausstoß eingespart.
00:30:21: Und dieses, dieser Treibstoffwett aus Altenbomfrittfett und Altöl hergestellt usw.
00:30:27: Also hat auch noch, wie gesagt, spart also Ressourcen Ja aber das Tolle ist halt.
00:30:33: momentan gibt es noch keine einzige Tankstelle im Rheiger Taunuskreis die dieses HVO einhundert anbietet.
00:30:38: Okay...und wie schnell könnten die da umsatteln?
00:30:42: Naja das weiß ich nicht!
00:30:43: Das müssen sich die Busunternehmen darum kümmern Das sind ja deren Busse und die müssen ja irgendwo sich eine Tankstelle, also es wird wir sagen als Auftrag geben.
00:30:53: Wir wollen das ihr HVO einhundert tankt.
00:30:56: entweder müssen sie sich dann eine Betriebs-Tankstelle aufbauen wo dieses HV einhundert hingeliefert wird wo sie dann ihre Busse betanken können oder aber Sie müssen mit irgendeiner Tankstelle entsprechend ein Abkommen treffen, dass dort eine Zapfsäule da ist.
00:31:10: Mit HVU-Einhundert.
00:31:11: weil immerhin, ich habe ja gesagt wenn wir also sagen wir brauchen am Tag, sag jetzt mal einen Bus, wenn der so am Tag sagen wir mal Achtzig Liter Diesel braucht und ich rede jetzt über entsprechend sagen wir einmal Fünfzehn Busse Mal Achtzig, dann hab' ich hier am Tag schon Eintausend Zweihnent Liter Diesel, die ich dann von dieser Art von Kraftstoff benötigen würde.
00:31:32: Das macht durchaus schon mal sinnführende Tankstelle, dann vielleicht so ein Angebot zu schaffen.
00:31:37: Ja okay.
00:31:38: Ich bin gespannt wo das alles hin führt!
00:31:42: Wir erleben in einer unglaublich spannenden und anforderungsreichen Zeit also wir drehen an vielen Schrauben gleichzeitig Und manchmal wundern bei uns dann, warum Sinn und Pfann nicht klappt.
00:31:53: Aber es ist halt so... Wir haben jetzt hier in Deutschland zuerst die Gesetze, die uns verpflichten eigentlich jetzt schon elektrische Pusse einzusetzen.
00:32:00: Wir müssen eigentlich schon einen gewissen Anteil unserer Hundertsechzig-Busse elektrisch haben.
00:32:04: Aber wir haben gar keine Netze hier auf einem flachen Land, entsprechend stark ausgebaute Netze und damit überhaupt der Strom, den wir benötigen um diese Busse dann nachts zu laden zur Verfügung steht.
00:32:16: also manchmal sind wir halt schon mit dem Gesetz schneller wie mit der Realisation der erforderlichen Infrastruktur.
00:32:22: Das stimmt wohl.
00:32:23: das stimmt wohl Du hattest eben den Kreistag erwähnt, dass die eben die Entscheidung getroffen haben das es in Richtung HVO einhundert geht.
00:32:32: und bei der nächste Frage...
00:32:34: Im Übrigen ist HVO einhundert.
00:32:38: etwas teurer, wie das normale Diesel der Dieselkraftstoff.
00:32:42: Das heißt, der Kreis hat sich für eine teurere Treibstoffvariante entschieden zu Gunsten der Umwelt – obwohl die Finanzmittel im Kreis ja bekanntermaßen sehr knapp sind.
00:32:52: Das heisst man hat ganz bewusst hier die Mehrkosten in Kauf genommen um den Umweltschutz nach vorne zu
00:32:57: bringen.".
00:33:01: Genau, die Linie twohundert fünfundsechzig hat uns in den letzten Monaten auch schwer beschäftigt und dazu kam natürlich auch eine Frage weil es eben auch da Eine Entscheidung eine politische Entscheidung gab nämlich wird die Linien zweihundert sechszig nach dem Fahrplanwechsel im Dezember noch weiter fortgeführt oder eben nicht.
00:33:20: Also nochmal kurz zusammengefasst das Thema ist ja breit durch die Presse und auch ansonsten durch die sozialen Medien gegangen.
00:33:28: Die linie zwehundert sechzig war eine die letzten vier Jahre Versuchsweise eingerichtete sogenannte Kreis-Querverbindung, die eine Verbindung hergestellt hat in erster Linie zu bestimmten Schulzeiten zwischen Geisenheim und Taunusstein bis hin nach Itzstein.
00:33:45: Das heißt man wollte damals der Kreistach beschlossen, dann will die beiden Kreisteile Rheingau und der Taunuss zwischen Geissenheim und Itzstein durch eine regelmäßig stündliche Fahrt miteinander verknüpfen.
00:33:59: Das war eine ganz neue Geschichte.
00:34:01: Die hat es bis dato nicht gegeben, diese Linie hat allein für sich eins Komma drei zwei Millionen Euro pro Jahr gekostet mit steigender Tendenz.
00:34:10: Das heißt wir hätten für die Zukunft haben wir mit etwa Eins Komma fünf Millionen Euro jährlichen Kosten gerechnet.
00:34:17: Daraufhin wurde diese Linien weil sie eben in der Erprobung stand mehrfach Fahrgastechnik gezählt und untersucht.
00:34:24: man hat festgestellt.
00:34:25: Man hat geprüft zu welcher Zeit oder wie ausgelastet sind denn die Busse?
00:34:29: Wann wird dann überwiegend auf welchen Strecken gefahren?
00:34:32: und da hat man festgestellt, dass eben die gut frequentierten Streckenabschnitte häufig auch die waren wo es auch noch andere Parallel-Fahrangebote gegeben hat.
00:34:43: Also ich sage jetzt mal von Itstein nach Taunenstein kommt man auch mit anderen Bussen als mit der Zwei Fünfund Sechzig.
00:34:49: Oder von Thaunestein nach Bad Schwalbach kommt man auch mit anderen Busen als der ZO-.
00:34:56: Und die Frage, wie viele Fahrgäste sind tatsächlich jetzt vom Von Itstein oder von Thauestein dann in den Rheingau gefahren?
00:35:05: Diese Zahl war sehr übersichtlich!
00:35:08: Natürlich sind von den Berufsschulen, der Berufschülerinnen und Berufssküler von Taunestein nach Geißenheim in die Berufsschuhe.
00:35:14: Weil es dort die beruflichen Angebote gibt oder umgekehrt aus dem Rheingau- berufliche Schüler nach Taunestein in die Berufsschule weil es dort entsprechende Berufsschutzklassen gab.
00:35:23: ja das stimmt aber insgesamt hat das aus mehrfacher Hinsicht also diese zukünftig Nach überwiegender Meinung auch der politischen Gremien nicht gerechtfertigt.
00:35:39: Und deswegen hat man vor dem Hintergrund der sowieso anstehenden sehr erheblichen Kostensteigerungen im ÖPNV gesagt, wir müssen irgendwo... Wir können das Geld mal einmal ausgeben Und eh, dass wir irgendwie in Flächen, also in Versorgungsgebieten drastische Einschnitte vornehmen, wo viel mehr Leute mitfahren.
00:35:59: Müssen wir gucken... Also irgend ein Übel oder ein geringes Übel müssen wir eingehen und in dem Fall hat die Politik entschieden, die zwei fünfundsechzig tatsächlich zum Ende dieses Jahres auslaufen zu lassen.
00:36:11: Ja das heißt der Vertrag der ohnehin ausgelaufen wäre, wo wir eine Verlängerung Option gehabt hätten.
00:36:18: diese Option wird nicht gezogen, sondern der Vertrag läuft planmäßig aus.
00:36:22: Ja das ist bedauerlich auf der einen Seite aber auf der anderen Seite wir können das Geld halt nur einmal ausgeben.
00:36:29: so jetzt arbeiten wir aber und da hat er Landrat des Rheingau Townes Restaurant Prozena Aufsichtsrat des Rhein-Wein-Verkehrsverbundes und im Präsidium sitzt, hat er sich sehr stark gemacht und eingesetzt dafür dass es zumindest eine Ersatzkomponente gibt was diese Berufsschul thematik die Verbindung der beiden Berufssschulen angeht.
00:36:49: Und insofern sind wir sehr zuversichtlich und bestehen deswegen gerade momentan noch in Verhandlungen mit dem Rheinwein Verkehrsverbunden dass wir über die so genannte Regionalbuslinie, die X-Läuen und Siebzig hier eine Lösung fabrizieren können.
00:37:05: Die zwar nicht das gleichwertige Angebot der zwei Fünfundsechzig bis Itzstein abbildet aber von Taunestein zum Beispiel oder von Bad Schwalbach kommt man im Zweifel nach Itstein, ja?
00:37:15: Sondern insbesondere habe er diesen Bedarf für die Verbindung der beiden Berufsschulen zu den Schulzeiten herstellt und darüber hinaus eine Verbindung herstelt vom Rheingau zumindest bis Bad Schwalbach.
00:37:28: So dass wir also hier so mindestens ne kleine wie der Gutmachung versuchen zu gestalten, sieht ganz gut aus dass uns das möglicherweise gelingt.
00:37:38: Aber wird zur gegebenen Zeit dann sicherlich der Landrat nochmal eine Verkündung oder eine entsprechende Veröffentlichung machen.
00:37:45: aber wir arbeiten da dran und insofern wird es eine kleine kleine Ersatzlösung für diese Geschichte hoffentlich geben.
00:37:51: also drücken wir die Daumen und hoffen das Beste.
00:37:54: sehr gut.
00:37:56: Wir hatten vorhin ja schon mal so ein bisschen über die Arbeit des Arbeitsamtumfeldes Busfahrers gesprochen und ich glaube, sogar das war die allererste Frage, die uns erreicht hat.
00:38:06: War wie lange dauert denn der Dienst als Busfahrer?
00:38:10: Wie lange muss ich mir das vorstellen?
00:38:11: Weil letztendlich ist ja wenn ich jetzt von... Bleiben wir bei der Kreis Querverbindung.
00:38:16: Wenn ich jetzt vom Itstein nach Eldwille fahren würde als Fahrer dann ist mein Dienst damit nicht getan.
00:38:23: Wie verhält sich das?
00:38:25: Wie die Juristen sagen, es kommt darauf an.
00:38:29: Natürlich gibt es auch bei den Busfahrerinnen und Busfahrern Leute, die Teilzeit arbeiten oder nur zu bestimmten oder Wochenende, die sagen
00:38:37: ich
00:38:38: bin jetzt aushilfsweise Ich mache gerne am Wochenendendienst da habe ich Zeit, ich habe einen Busführerschein.
00:38:43: Also wie gesagt der reguläre fest angestellte Busfahrerin arbeitet sicherlich nach einem Wechselschichtplan.
00:38:51: Das heißt in jedem Busunternehmen je nachdem wie groß das Auftragsvolumen ist, dass so ein Bus unternehmen hat wird ja ein entsprechender Dienstplan erzeugt.
00:39:01: Das heißt die Deutsche Bahn mit tausenden von Bussen hat sicherlich andere Dienstpläne wie jetzt unsere Firma Engel hat, die als mittelständischer Busunternehmer mit Fünfzig Bussen schon sehr großes für unsere Verhältnisse oder wie jetzt Bastjan der vielleicht nur fünf oder sechs Busse im Betrieb hat.
00:39:18: also das ist alles sehr individuell Und oft fahren ja auch noch die Eigentümer in so einem kleinen Busunternehmen mit, das heißt Familienmitglieder oder der Unternehmer selbst sozusagen.
00:39:31: Das heißt da haben wir wirklich unterschiedliche Ausgangssituationen, Großkonzerne, Großbetriebe und kleinere und mittelständische Betriebe, die wiederum ihre Eigenheiten in der Dienst-Erbringung haben.
00:39:44: Aber es gelten natürlich auf jeden Fall die Arbeitszeitgesetze für die angestellten Mitarbeiter.
00:39:49: Das heißt, die Leute dürfen maximal achtundvierzig Wochen stunden im Einsatz sein.
00:39:54: Sie brauchen ihre Ruhezeiten.
00:39:56: in aller Regel gibt es ja Lenk und Ruhezeit.
00:39:59: Jeder Fahrer hat eine sogenannte Fahrerkarte, wo genau aufgezeichnet wird wie seine Lenk- und Ruhzeiten sind.
00:40:07: Die Betriebsordnung Kraft Omnibus schreibt genau vor welche Lenk-, Ruhzeit ein Busfahrer nach so vielen Stunden Fahrzeit haben muss usw.
00:40:18: Deswegen gibt es auch in den Umläufen der Fahrpläne bestimmte Linien je nachdem wie lange diese Linien sind.
00:40:25: Auch Pausenzeiten während der Linienfaden auf der Strecke Und das sind alles Faktoren, die am Ende dazu führen dass viele Dinge bei der Umlaufplanung so nennen wir das von den Unternehmen bedacht werden müssen.
00:40:39: Also einmal natürlich wo sind geeignete Standplätze für die Busse wenn sie pausen machen wollen?
00:40:45: Dann haben wir dann ein großes Thema das an diesen Pausen stellen oft auch keine Toiletten sind.
00:40:51: Genau!
00:40:51: Das hatten wir ja schon öfter
00:40:54: Das ist auch ein Riesenthema.
00:40:55: Also das muss man bei all diesen Planungen überdenken, wo kann der Bus überhaupt vernünftig seine Linkpause oder Ruhepause machen damit auch der Busfahrer die Gelegenheit hat vielleicht mal ein stilles Erdchen aufzusuchen?
00:41:09: und so weiter.
00:41:10: Und sofort, mit wem hat man da die Vereinbarung?
00:41:12: Bei welcher Tankstelle darf er die Toilette mit benutzen oder muss sogar wie an manchen Endhalte stellen ein Dixie-Häuschen irgendwie hingestellt werden usw.
00:41:20: Also das sind alles Dinge, die natürlich berücksichtigt werden müssen.
00:41:24: deswegen dann haben wir Spitzenzeiten in der Beförderung.
00:41:27: Die Spitzenzeiten sind immer die Schulbeginn- und Schulendzeiten weil das sind die Zeiten wo die meisten Busse sehr engmaschig unterwegs sind Weil nämlich zur relativ gleichen Zeit oder in einer bestimmten sehr engen Zeitkorridor viele, viele Schulen angefahren werden müssen.
00:41:46: Und wir haben im Rheingat-Hauensgras etwa zwölftausend Fahrstühle die jeden Tag wenn Schule ist mit den Bussen fahren.
00:41:53: also da ist eine Verkehrsspitze das sind alle unterwegs.
00:41:57: So, dann haben wir eher Schwachlastzeiten.
00:41:59: Da sind die Busse nicht so nachgefragt und so weiter.
00:42:02: Wir haben Wochenend-Fahrpläne, die sind wieder anders wie die Wochenfahrplähne.
00:42:07: Wir habe Fahrplänen in den Fählen, die ist wieder anders als in der Schulzeit.
00:42:10: also insofern die Dienstzeiten richten sich natürlich nach den jeweiligen Fahrplänen, nach der Arbeitszeit, nach den Arbeitszeitgesetzen, Nach den tarifvertraglichen Regelungen, nach dem Pausenverpflichtung
00:42:21: usw.,
00:42:22: Also das alles zu beachten.
00:42:24: Und deswegen kann es sehr unterschiedlich sein Je nachdem, wie lange die ... Wenn das ein Fahrer ist der immer nur sehr kurze Strecken fährt und dazwischen automatische Pausen hat.
00:42:34: Dann ist die Ruhezeit kürzer.
00:42:37: Wie wenn es eine ist, der lange Streckenfährt
00:42:39: usw.,
00:42:39: also man kann das nicht so einheitlich sagen.
00:42:42: Pauschalbe Antworten okay?
00:42:44: Vielleicht würde sich das Thema sogar für ne eigene Podcastfolge noch mal eignen dass wir versuchen mal mit nem Busfahrer wirklich Kontakt aufzunehmen der uns von seinem Alltag erzählt.
00:42:54: dann wurden wir gefragt, was auch eine sehr komplexe Sache ja ist und wo sich ganz viele Fahrgäste glaube ich gar nicht so wahnsinnig viel Gedanken machen.
00:43:02: Weil für die ist dann immer relevant fährt der Bus dahin, wo ich es denn gerne hätte und weniger dieses Gesamtkonstrukt.
00:43:09: wie entsteht eigentlich solch ein Fahrplan überhaupt?
00:43:13: Ja also zunächst mal ist so ein Fahrplatz auch das Ergebnis entsprechender regionaler Besonderheiten.
00:43:22: Also ich sage jetzt Klar ist für uns, dass wir eine wichtige Fahrbeziehung die Landeshauptstadt Wiesbaden zum Beispiel.
00:43:32: Aber auch die sogenannten Mittel- oder Kleinzentren also ich sage jetzt mal alle Bahnhöfe alle Standorte von Bahnhöfen also wo Menschen den Umstieg haben oder vornehmen können vom Bus auf die Bahn sind geborene entsprechende Fahrplan Zielorte Weil wir wollen ja natürlich den Menschen eine möglichst vernetzte Verbindung herstellen.
00:43:54: Wir wollen, es gibt Umsteigerhubs zum Beispiel wie hier den Busbahnhof in Taunestein, wie den Gummibahnhof in Bad Schwalbach oder wie z.B.
00:44:03: in Haydn-Rod Kemel an der Taunuskaserne.
00:44:07: also das gibt so entsprechende Hubs Immer auf die nächste Ebene, wo wir von der lokalen Ebene auf die Express- oder Regionalbus-Ebene kommen.
00:44:19: Oder von der Regionalbusebene zu den Hauptbahnhöfen usw.
00:44:22: Also das sind erst mal die gesetzten Beziehungsorte zwischen denen, die Verkehr stattfinden und natürlich will man die Stadt Taunestein erreichen.
00:44:33: Will man aus Heidenroth die Stadt Patschwalbar erreichen?
00:44:36: Und so weiter.
00:44:36: Das sind alles gesetzte Ziele und der Verkehrsplaner muss dann gucken, wie kriegt er das Ganze in einen entsprechenden Netzplan?
00:44:46: Und dann kommt jetzt noch hinzu natürlich müssen die Zeiten so geplant sein.
00:44:50: wenn ich also ich sage jetzt mal in angenehm mich will jetzt von Heidenrot nach Wiesbaden an den Bahnhof fahren weil ich vielleicht dort mit meinem Zug weiterfahren will nach Frankfurt oder Mainz oder wo auch immerhin Dann muss ich den Fahrplan auf die Abfahrtzeiten der Züge im Hauptbahnhof in Wiesbaden abstellen.
00:45:10: Das heißt, wenn ich will dass die Menschen mit einem Zug bei der S-Bahn weiterfangen können nach Frankfurt oder sonst wo hin dann muss unser Bus in Heidenrod so früh losfahren...
00:45:20: Dass
00:45:21: er den Anschluss noch erreicht wäre?
00:45:23: Oder wenn ich Will das die Leute in Taunestein in einen Bus umsteigen können Wenn sie von Hünstetten oder Wo kommen oder von Rohnstein Dann muss der Bus, der in Hohenstein, wo auch immer losfährt, so wünglich im Busbahnhof in Hahn sein.
00:45:37: Dass der andere, der Regionalbus, der nach Wiesbaden fährt erreicht werden kann und umgekehrt natürlich.
00:45:45: Und das heißt wenn Bussel abends zurückkommen oder wenn Bussen aus Wiesbadem ankommen müssen entsprechende Busse zur Verfügung stehen, wo man wieder in das Ländchen ausfäschern kann.
00:45:56: Das heißt, dieses hängt alles miteinander zusammen.
00:45:59: Das heisst die regionalen Fahrpläne, die vom Rhein-Main Verkehrsverbund gemacht werden.
00:46:04: Die Schienenfahrplänen auch von der Bahn gemacht werden müssen mit unseren Fahrplähnen.
00:46:12: am Ende geben uns viele Dinge vor und daraus resultieren dann unsere Fahrpläsne wieder.
00:46:19: Dann natürlich die Schulzeiten.
00:46:21: Die Schulen sagen, wir brauchen um so und so viel Uhr bei Schuländer oder jetzt zum Beispiel Nachmittagsunterricht.
00:46:28: Wir müssen nochmal eine besondere Abholzeit haben um sechzehn Uhr.
00:46:33: Dann müssen die Fahrpläne so umgestrickt werden dass die Busse um sehzehn uhr auch an der Schule zur Verfügung stehen können.
00:46:39: Und wenn plötzlich zehn Schulen in Bedarf haben, um nachmittags um sechzehn Uhr – weil jetzt plötzlich Ganztagsschule eingeführt wurde.
00:46:46: Wenn jetzt plötzlich zehn Schulbedarf haben und nachmittag so sechszehn uhr gleichzeitig abgeholt zu werden dann hat das Einfluss auf die Fahrpläne in der Zukunft.
00:46:54: Dann muss beim nächsten Fahrplanwechsel das alles so geändert werden dass diese Busse dann auch um sehzehn Uhr an zehn Schulen zur Verfügung stehen.
00:47:02: Ja, das macht Sinn!
00:47:03: So und das ist ein ausgesprochen komplexes sehr zeitintensives und mit hoher Beteiligung von vielen betroffenen Stellen versehendes Verfahren.
00:47:14: Deswegen können solche Fahrplananpassungen auch immer nur maximal zweimal im Jahr erfolgen, nämlich einmal im Kleineren in den Sommerferien und dann die meist größeren Fahrplanänderungen zum Fahrplanwechsel im
00:47:28: Dezember.".
00:47:30: Also kurzfristig geht da wenig.
00:47:34: Das ist in der Tat so, wir bekommen ja öfter auch mal eine Anfrage von Fahrgästen oder so ob man nicht hier oder dort eine Haltestelle ergänzen könnte und das ist eben einfach nicht so schnell gemacht.
00:47:46: Genau dann sind es noch zwei Fragen die wir haben nämlich einmal wie und also ob wir und wenn ja wie wir entscheiden also die ATV wo neue Linien oder Haltesten entstehen
00:47:59: oder wegfallen.
00:48:00: Oder wegfallen, genau!
00:48:02: Da haben wir eben schon ein bisschen vorgegriffen dass das eben nur ein kleiner Umrahmen möglich ist und nicht zu jeder Zeit?
00:48:09: Naja es gibt... Es ist so, dass wir natürlich versuchen die Auslastung der Gefäße zu ermitteln.
00:48:15: Wir haben ja eigenes Zielpersonal was wir einsetzen.
00:48:17: Wir haben jetzt demnächst irgendwann diese Sensoren die den Bussen sind.
00:48:21: also es geht natürlich darum Busse nicht mit heißer Luft durch die Gegend fahren zu lassen, sondern wir wollen möglichst ausgelastete Busse.
00:48:29: Wir wollen dann entweder kleinere Systeme einsetzen wenn das ausreicht weil das preiswerter ist als wenn große Linienbusse die allein schon fünfhunderttausend Euro Anschaffung kosten haben unterwegs sind.
00:48:39: also das heißt wir gucken wie es die Auslastung wird von den Fahrgästen zu welchen Zeiten und auf welchen Strecken der bus angenommen.
00:48:48: ja Und dann ergeben sich Optimierungen, zum Teil werden dann auch Fahrten gestrichen.
00:48:53: Wenn das Sinn macht, wenn das Geld einspart oder es kommen halt Fahrbeziehung dazu, wenn's erforderlich ist... Also da sind einfach Dinge die wir versuchen wollen über die Auslastung und über die Bedarfe zusammen.
00:49:06: Ich habe eben gesagt mit den Schulen, wenn da plötzlich Nachmittagsunterricht ist oder sowas oder die Schulzeiten sich ändern muss das angepasst werden.
00:49:15: Haltestellen werden im Übrigen von den Gemeinden, von den Kommunen festgesetzt.
00:49:19: Das heißt die sind für die Art der Festlegung innerhalb der Orte zuständig.
00:49:25: wo wollen sie haltestellen haben?
00:49:27: Das ist nicht unsere Aufgabe wir das ist Aufgabe der Städte und Gemeinden.
00:49:31: Die legen fest wo in welchen Arten Sie haltestelle haben wollen Meistens natürlich auch an den Hauptverkehrslinien, damit die Busse nicht riesen Umwege fahren müssen.
00:49:42: Dann irgendwo auch klar?
00:49:44: Ja also so eigentlich die Situation ja.
00:49:49: Sehr gut!
00:49:50: Die Bedarfe du hattest eben angesprochen.
00:49:52: dazu gibt es auch die nächste und letzte Frage im Podcast und zwar geht es darum warum denn die die Onimantangebote wie sie in Taunestein mit dem E-Mail oder auch mit dem Taunus Flex nicht überall im Kreis angeboten werden können.
00:50:08: Also zunächst mal sind Bedarfsverkehrer nur da möglich, wo die Benutzerzahlen so gering sind dass man mit einem Kleinbus die Leute tatsächlich auf einen Schlag weg befördern kann.
00:50:21: also wenn ich weiß das durchschnittlich zwanzig Sitzplätze gebraucht werden dann kann ich mit einem Acht-Sitzer Bus halt diese Strecke nicht bedienen.
00:50:28: d.h.
00:50:30: Wissen das.
00:50:31: oder wenn wir durch Zählungen und Erfahrungen wissen, dass es im ländlichen Raum eben zwar verschiedene Beförderungsmünsche gibt aber in der Regel nicht mehr wie acht Leute im Bus sitzen gleichzeitig dann eignet sich ein solches Kleingefes.
00:50:45: So, und dieses Kleingefes kann ja dann auf Bestellung eingesetzt werden.
00:50:49: Man kann da noch quer fahren und direkt fahren und für den Kunden auch einen durchaus deutlicheren Mehrwert liefern als wenn er in einem großen Liniebus irgendwo auf einer festen Linie entlangfährt.
00:50:59: Das geht aber nur, wenn wir am Ende dadurch finanzielle Mittel- und auch Ressourcen einsparen.
00:51:05: D.h.,
00:51:05: wenn wir sagen, wir können eine Linie sinnvoll ersetzen also eine bestehende Buslinie sinnvoll ersetzen gegen ein Kleingefes, das dann aber sehr flexibel fahren kann und es kostet uns nicht mehr wie vorher die große Linie.
00:51:21: Dann haben wir das Angebot für die Menschen verbessert also insbesondere für den Einzelnen weil wir eben eine flexiblere Verbindung geschaffen haben.
00:51:30: Aber auf der anderen Seite haben wir nicht mehr Geld ausgegeben Und das ist unser Ziel.
00:51:34: Und überall da, wo uns das gelingt können wir uns mit an Demandverkehren beschäftigen.
00:51:39: Überall, wo das eben nicht funktioniert geht es nicht weil's zu teuer
00:51:42: wird.".
00:51:43: Das klingt logisch und nachvollziehbar und damit wären wir eigentlich auch schon am Ende angelangt.
00:51:48: Insofern würde ich mich jetzt bei euch den Hörern und den Menschen die Fragen eingesendet haben...
00:51:55: Ja, ich bin noch ganz trocken immer.
00:51:57: Dann trink doch was zwischen dir!
00:52:00: Möchten wir uns noch mal bedanken für die Fragen, die eingereicht wurden.
00:52:04: Wir hoffen euch hat die Folge Spaß gemacht und ja, seid gerne nächstes Mal wieder dabei wenn es heißt der Bus kommt.
00:52:10: Jawoll!
00:52:11: Dankeschön!
00:52:11: Tschüssi!
00:52:24: Denn der Bus kommt ganz sicher.
00:52:31: Und jetzt sogar zum Hörn!
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